Die Tränen des Maradona

Eigentlich ist jede Hymne gesungen, jede Häme ausgeschüttet und auch sonst alles zum Spiel Deutschland – Argentinien diskutiert und kommentiert worden. Trotzdem muss dieses kurze Video einfach nochmal sein, weil es nämlich nicht nur zeigt, dass Argentinien mit Maradona vielleicht den emotionalsten Trainer aller Zeiten hat(te), sondern auch Zeugnis tiefer, echter Verzweiflung ist. Ein Gefühl, dass vielen Fans bei dieser Fußball-WM abgeht. Und damit meine ich nicht die bis dato erfolgsverwöhnten und total berauschten deutschen Fans.

Nein, nach dem Spiel Niederlande – Brasilien war´s, der Schlusspfiff war noch keine drei Minuten alt, da wurden zwei brasilianische Fans auf der Tribüne eingeblendet und schalteten binnen Sekunden von Trauer auf „Grüß mir die Heimat“ und „fröhliches Winken für 15 Sekunden Ruhm“ um. Ähnliches trug sich nach dem Ausscheiden Paraguays zu, wenngleich die Vorzeichen hier natürlich andere als bei Brasilien sind. Schließlich hatte Paraguay erstmals das Viertelfinale erreicht.

Das Video zeigt aber auch, wie anbiedernd das Verhalten unserer politisch taumelnden (Noch-)Bundeskanzlerin im Spiel gegen Argentinien war (auch wenn das andere ganz anders interpretiert haben wollen). Bei jedem Tor warf sie einen Blick in die Runde, der bedeuten sollte: „Ist doch richtig, dass ich jetzt juble, oder?“

Dann  lieber Maradona, der insbesondere beim dritten Tor völlig niedergeschmettert wirkt. Er zeigt dabei etwas, das Männern sonst ziemlich schwer fällt.

via Kraftfuttermischwerk

Über den Autor: esleben

Verrät als Freiburg-Fan Heimat wie auch Elternhaus und trinkt ansonsten ausschließlich Veuve Clicquot. Wer wohnt schon in Düsseldorf? Mehr über Esleben auf Google+

Kommentare deaktiviert.