Die Selbstdemontage einer Familie

Der VfL Bochum versucht gerne, sich als Gegenentwurf zu den Fußballkonzernen aus Dortmund und Gelsenkirchen zu positionieren. Der familiäre Verein zum Anfassen möchte man sein – doch was soll man bloß von einer solchen Familie halten.

Die Demonstration der Bochumer Fans gegen ihre Vereinsführung am vergangenen Sonntag war richtig und überfällig. Aus der selbigen Vereinsführung hat sie nur mal wieder niemand verstanden.

Die merkwürdige Ausbootung des langjährigen Kapitäns Zdebel führte deswegen zu einer Eskalation im inzwischen völlig zerrütteten Verhältnis zwischen Fans und Clubverantwortlichen, weil es das dritte Mal ist, dass den Fans eine Identifikationsfigur durch Koller und Altegoer genommen wird. Und jeder weiß: Drei mal ist Bochumer Recht.

Am Anfang dieser Geschichte steht ein gewisser Rein van Duijnhoven, seines Zeichens überragender Torwart bis Mai 2006. Auf Grund seiner extrem sympathischen und volksnahen Art war er damals der absolute Publikumsliebling an der Castroper Straße.
Wegen seines Alters und seiner zunehmenden Verletzungsanfälligkeit kam Koller zu dem Schluss, einen anderen Torwart einzusetzen – eine Meinung, für die es durchaus Argumente gab.

Allerdings hat der Verein es versäumt, van Duijnhoven in den VfL einzubinden.Ein Verein wie Bochum hat nicht viele Helden. Wenn man dann welche hat, muss man sie halten. Torwarttrainer, Jugendtrainer, Angestellter im Marketing-Bereich – Jobs für verdiente Ex-Kicker gibt es viele, wenn man denn will. Wie man in einer solchen Situation handelt, wenn man denn eine Familie sein möchte, beweist seit Jahrzehnten ausgerechnet der größte Konzern der Liga.

Doch noch viel schlimmer als dieser Fall war Kollers Umgang mit der Personalie Wosz. Hier hatte man den Eindruck, dass Koller seinerzeit bewusst den Machtkampf mit Fans und Spieler schürte und ihn deshalb öffentlich demontierte. Nur so ist zu erklären, dass der „Bochumer Junge“ schlechthin in der Saison 2006/2007 nicht nur so gut wie nie eingesetzt wurde, obwohl die Leistung der anderen Kicker durchaus fragwürdig war. Aber Koller ging noch weiter, denn der selbstgefällige Schweizer Trainer verweigerte im bedeutungslosen letzten Heimspiel gegen den VfB Stuttgart den Fans wie auch Wosz den obligatorischen letzten Auftritt – und das obwohl die ganze Fantribüne ihn minutenlang forderte.

Bereits hier wurde das Tischtuch zwischen Verein uns Fans zerschnitten, nur, dass es damals noch keinem so richtig bewusst war. Denn dieses Verhalten hatte das Gegenteil von Größe, es war schlichtweg peinlich. Eine solche Eitelkeit und ein solches Verweigern von Anerkennung für jeden außer Koller will nun gar nicht in das Bild der heilen „Familie VfL“ passen.

Aus irgendeinem Grund hat sich der mächtige Mann des VfL, Altegoer, geweigert, all dies wahrzunehmen oder noch schlimmer, es war ihm egal. Denn diese Nibelungentreue zu Koller ist schon sehr merkwürdig, so viel Porzellan wie der Mann zerschlägt. Kein Wunder, dass der sehr gute Manager Kuntz – wenn man den Spekulationen von Daniel Theweleit in der Berliner Zeitung folgen mag – auch daran scheiterte, dass er Koller mittelfristig ersetzen wollte. Koller gewann den Machtkampf durch das Eingreifen seines Ziehvaters Altegoer.

Und nun also Thomas Zdebel, der als letztes Glied der Kette unter mysteriösen Umständen erst degradiert und dann abgegeben wird. Der Mann war immerhin Kapitän und hat sich bei aller fußballerischen Beschränkung in den letzten über 5 Jahren stets vorbildlich für den Verein reingehauen. Man könnte meinen, Koller duldet keine Helden neben sich, wie auch Altegoer niemandem neben sich Macht zusprechen kann. Vielleicht eint diese Weltsicht die beiden so sehr.

Die Tragweite des Fan-Protestes ist den Verantwortlichen des VfL noch immer nicht bewusst. Stattdessen provozieren diese die Fans nur weiter, in dem sie ihnen regelmäßig Ahnungslosigkeit vorwerfen. Thomas Ernst, von vielen Bochumern nur als „die Marionette“ bezeichnet , bemerkte auch nach dem Spiel am Sonntag wieder mit einer Mischung aus Arroganz und Ignoranz: „Die Protestaktion der Fans muss ich nicht nachvollziehen können: Sie verstehen uns nicht, da muss ich sie auch nicht verstehen.“ Das nennt man wohl professionelle Außendarstellung.

Er glaubt, mit sportlichem Erfolg könne man die Bochumer Fans wieder zurückholen. Doch da irrt er meiner Meinung nach gewaltig. Wenn es bei Testspielen und im Training zu „Koller-Raus“-Rufen kommt, genauso wie vor (!) dem ersten Rückrundenspiel, dann merkt man, dass hier etwas viel tiefer sitzt. Ein Misstrauen und eine Aversion gegenüber einer Vereinsführung, die dabei ist, alles wofür der VfL mal stehen wollte, kaputtzuschlagen.

Es macht den Eindruck als wäre das Ohnmachtsgefühl der Fans endgültig einem Willen gewichen, längst überfällige Veränderungen durchzusetzen. Gut möglich, dass es in Bochum analog zum HSV bei der nächsten Mitgliederversammlung „Putschversuche“ geben wird. Und man ist geneigt, den Fans dabei mehr Erfolg zu wünschen. Dieses unwürdige Gehabe des Trainers und der Vereinsführung hat ein Verein wie der VfL, der bei aller sportlichen Chancenlosigkeit stets zumindest einen gewissen Stolz hatte, nicht verdient.

Koller, Ernst, Altegoer – erst wenn diese drei Personen den Verein verlassen haben, wird es in Bochum eine Chance geben, wieder Identifikation der Fans mit ihrem Verein herzustellen. Vermutlich sollten die Bochumer Fans das den Dreien auch mal bei den nächsten Wahlen der Vereinsgremien mitteilen.

Foto: © foto-planet.com / PIXELIO
www.pixelio.de

Über den Autor: Goldschuhe aus

Agent provocateur erster Güte. Ansonsten Misanthrop und Eintracht Frankfurt-Fan. Frisur: vorhanden.

37 comments

  1. Guru von der Kreuzeiche

    Du hast mit den genannten Punkten völlig recht. Aber eins muss man auch sehen: Ich bin zwar kein großer Koller-Freund aber er war in seiner Zeit beim VfL insgesamt doch bis heute ziemlich erfolgreich. Das ist auch nicht so selbstverständlich.

  2. Goldschuhe aus

    Naja. Sehr erfolgreich mit einem Vorrundensieg war er in dieser Saison nun nicht gerade.

  3. Esleben

    http://www.faz.net/s/RubBC20E7BC6C204B29BADA5A79368B1E93/Doc~EFCE17BC763A147268DAE2C8C5B385F9D~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    Interessanter Artikel zum Thema.

    Kleines Zitat daraus:

    Insider sagen, Koller habe sich eine Mannschaft von Jasagern aufgebaut. Wer aufmuckt, hat nicht viel zu melden – wie etwa der dynamische Mittelfeldspieler Dennis Grote, das letzte in Bochum spielende Eigengewächs des VfL. Der junge Mann wird von Koller derartig konsequent übergangen, dass es schwerfällt zu glauben, das sei nur auf Trainingseindrücke zurückzuführen. Der junge Herr Grote und der reife Herr Zdebel weisen interessante Parallelen auf: Beide verstehen sich nicht sonderlich mit Trainer Koller, sind aber beim Publikum überaus beliebt.

  4. Goldschuhe aus

    Böse Zungen würden behaupten, er war nur so lange gut, wie Kuntz ihm die Spieler gekauft hat. Aber darum sollte es ja auch gar nicht gehen.

  5. Vollspann!

    Das Rausekeln von Kuntz habe ich damals völlig unterschätzt. Das war doch so mit das Schlechteste, was dem VfL passieren konnte. Und dass es in dem Verein massiv nicht stimmt, zeigt doch die Tatsache, dass der Pressesprecher gleich mit nach Lautern gewechselt ist. Und was macht die Vereinsführung? Holen einen neuen Pressesprecher vom FC Schalke 04. Zar nur eine kleine Randanekdote, aber das kam bestimmt auch super bei den Fans an.

  6. Guru von der Kreuzeiche

    @5: Kuntz hat mit seiner hervorragenden Transferpolitik und seiner Art wahrscheinlich so einiges überdeckt. Das seh ich auch absolut genau so: Ihn rauszuwerfen, war der größte Fehler.
    Aber Koller hatte auch schon vor Kuntz Erfolg (Aufstieg). Klar: Das kann auch ein Glückstreffer gewesen sein.

    Fakt ist: Der Altegoer muss weg. Der hat die ganze Scheiße mit der Kuntz-Sache verbockt. Danach ging es massiv abwärts.

    Trotdem find ich die These des Artikels interessant, dass die ganze Chose mit Rein van Duijnhoven anfing. Ok, der war glaube ich zu der Zeit auch oft verletzt. Aber es stimmt schon: So jemand darf man nicht einfach so gehen lassen.

  7. Goldschuhe aus

    @6: Sehr interessanter Artikel, vor allem das Thema Grote. Ist ja nun als Eigengewächs eine weitere mögliche Identifikatonsfigur. Der sollte dringend wechseln.

  8. Don

    Aus Sicht des Erfolges ist Koller sicherlich ein guter Trainer. Sein Verhältnis zur Mannschaft scheint aber unterkühlt. Das muss allerdings nicht unbedingt schlecht sein.

    Kardinalsfehler war der Weggang von Kuntz. Da haben ja selbst die Angestellten der Geschäftsstelle für ihn demonstriert, was IMHO bislang so ziemlich einzigartig ist.

    Verdiente Spieler an den Verein zu binden ist die Aufgabe der Führung. Und damit wären wir beim eigentlichen Problem: Altegoer. Der muss weg. Dass Koller ein gutes Verhältnis zu ihm pflegt ist für mich auch verständlich, denn sonst wäre er schon längst nicht mehr Trainer beim VfL. Ich sehe daher die Schuld an der Gesamtmisere nicht bei Koller. Der versucht, seinen Stil durchzudrücken.

  9. Petra

    Sehr gut geschrieben, bringt es ziemlich genau auf den Punkt, was da momentan (oder schon seit längerem) im Verein völlig schief läuft.

    Schade nur, dass das mittlerweile fast alle sehen .. nur die, die es betrift (den Dicken, das Kräuterbonbon und das Marionettenteil) sind weiterhin völlig ahnungslos und bleiben beim „alles wird gut, auch ohne dass wir was tun“. Armer Verein *seufz*

  10. Ping: SCUDETTO: Fußball-Blog - Ben Redelings » Ohnmächtiger Unglaube: Die schier nicht zu fassenden Worte des Thomas Ernst!
  11. Max

    Mich erinnert das Altegoer-Ding an Hellmich bei meinem MSV. Und eigentlich ist es mit diesen Vereinsregenten wie mit den ganzen afrikanischen Diktatoren: Alle sind sie mit hehren Zielen angetreten, aber allzu lange hält das moralische Gewissen der Machtgier eben nicht stand und je länger man im Amt ist, desto schwieriger wird das Loslassen.

  12. Bola

    Jo ganz netter Artikel.
    aber man darf nicht vergessen, dass dieses“ unwichtige Heimspiel“ gg den VfB damal alles andere als unwichtig war.
    Es stand der UI-Cup auf dem Spiel und Drobny war eine wichtige Stütze dieser Mannschaft.
    Für ein Schaulaufen der Alt-Stars stand zuviel auf dem Spiel.

  13. Don

    @15: Wobei der Hellmich euch immerhin ne piekfeine Arena hingesetzt hat, die es ohne ihn nicht gäbe. Aber grundsätzlich hast Du recht: Das Patriarchen-Modell hat sich einfach überholt. Das gibt es kaum noch irgendwo und wenn dann ohne Erfolg.

    Die Frage ist ja, ob Bochum oder Duisburg ohne ihren Patriarchen wirklich besser dran wären. Für Bochum würde ich dies in den letzten Jahren bejahen. Bei Duisburg kenne ich mich da zu wenig aus.

  14. schneider3

    @17: Mag ja sein, hier geht es aber um Wosz. Der sollte ja wohl kaum im Tor auflaufen…

    Ich glaube, der ALtegoer ist das größte Problem. Wohin einen Verein solche lokalen Patriarchen hinbringen können, hat man ja in Lautern gesehen. Ich bin unendlich froh, dass der Kuntz gegangen (bzw. gekommen) ist, aber für Bochum ist das totale Kacke.
    Kuntz betont auch immer wieder, das der Job in K’lautern perfekt für ihn ist, weil er umfassende Befugnisse hat und sich komplett um das Management kümmern kann. Dass ein Mann mit derartigem Ehrgeiz bzw. Ambitionen so nen Opa-Präsi nervt kann ich mir gut vorstellen…

  15. Max

    @16: Ach komm schon, du weißt doch, dass ich Altegoer nicht mit Mugabe gleichsetzen will.

    @18: Ja ich denke, dass die meisten Patriarchen in ihren ersten Amtsjahren sicherlich viel Gutes bewirken. Auch Altegoer hat bestimmt nicht von Anfang an so gehandelt (Ich kenn mich aber nicht wirklich gut bei Bochum aus). Bei Hellmich liegt der Fall etwas anders, so lange ist er ja noch nicht im Amt. Er hat wirklich einfach keine Ahnung vom Fußball, dafür umso mehr vom Baugeschäft. Sicherlich hat der MSV ihm gerade, was die Infrastruktur angeht, viel zu verdanken, aber sein Problem ist einfach, dass er permanent seine Kompetenzen überschreitet. Und das gilt für so ziemlich jeden „Vereinspatriarchen“ früher oder später. Die meisten übertreten irgendwann ihre Kompetenzen, um ihre Macht zu behalten, von der sie sich nicht trennen können.

  16. Kelster

    Tut mir Leid, ich finde den Artikel ziemlich einseitig, und auch ziemlich Realitätsfern.

    Koller hat der VfL in der zweiten Liga übernommen, ist sofort aufgestiegen (schaffen nicht alle), spielt nun seit drei Saisons hintereinander in Liga 1, hallo ??? wir reden hier über Bochum, erfolgreicher geht es nun mal nicht, auch dieses Jahr traue ich der Mannschaft mit Koller trotz schlechter Hinrunde den Klassenerhalt zu.

    Dass Spieler unzufrieden sind, kommt überall vor, Zdebel ist übrigens ein Fußballrentner, war auch nicht immer Stammspieler, und wer ist Grote?? Der soll erstmal seine Leistung stabilisieren, dann kann er sich bei der Bild ausheulen, kein Trainer der Welt der sowas wie Sachverstand hat bringt ein Grote mit der Leistung von Anfang an!

    Nun zu Ernst, natürlich muss er nicht alles was viele Fans sagen oder viel besser schreien verstehen, wo kommen wir denn dahin wenn die Masse ins operative Geschäft mitwirkt? Dann wäre der VfL alles Andere als seriös, und noch ist er das allemal.

  17. Kelster

    Zusatz: An alle Altegoer Kritiker:

    Man kann durchaus den „Dicken“ hier und da kritisieren, die Personalie Kuntz sprach nicht für Herrn Altegoer, was man ihm allerdings nicht absprechen kann, ist sein Engagement, Liebe, Treue zum Verein, seit über 35 Jahren, ihn mit Neukömmling Hellmich zu vergleichen, wie einer hier es tut, ist geradezu grottesk!

    Achso, wer bürgt eigentlich für den VfL wenn es , mal wieder, in die zweita Liga geht und finanziell eng wird ???

    Ich kenne nicht viele in Bochum die Substanz haben und sowas tun können, die WA Schreier können es ganz bestimmt nicht, die sollen erstmal diese Frage beantworten, dann wird man weiter sehen.

  18. Goldschuhe aus

    Gegenfrage: Stimmt nicht vielleicht etwas mit den Strukturen eines Vereines nicht, wenn man im Zweifelsfall auf die Gnade eines Gönners angeweisen ist? Um das Engagement ging es auch nicht. Es geht einfach darum, dass das Verhältnis zwischen Fans und Verein zerrütet ist. Und Sätze wie

    Nun zu Ernst, natürlich muss er nicht alles was viele Fans sagen oder viel besser schreien verstehen, wo kommen wir denn dahin wenn die Masse ins operative Geschäft mitwirkt? Dann wäre der VfL alles Andere als seriös, und noch ist er das allemal.“

    machen mich fassungslos. Ich dachte ja immer, wir leben in einer Demokratie, aber wenn beim VfL eine reaktionäre Ansicht wie „der Pöbel da draussen interessiert uns nicht“ herrscht, erinnert mich das eher an diktatorische Verhältnisse. Abgesehen davon, dass der dumme Pöbel ja gerade noch gut genug dafür ist, das Geld zu bringen. Und dann tut es mir sehr leid um meine Wahlheimat Bochum.

  19. Frank Hermann

    Es gibt sicherlich einige Bochumer, die dieses Amt übernehmen würden und auch die finanzielle Substanz haben.
    Wer sagt denn, dass es unbedingt ein Bochumer sein muss? Er muss nur den Verein lieben.
    Er muss nicht mal Ahnung vom Fußball haben. Er muss nur die Leute erkennen, die Ahnung haben und diese walten lassen, ohne seine endlose Machtgeilheit um jeden Preis ausspielen zu wollen.
    Mit Ja-Sagern hat noch niemand was auf die Beine gestellt.
    Man muss sich in der BL mur anschauen, welche Typen das waren, die was auf die Beine gestellt haben: Assauer, Daum, Hoeneß, Hitzfeld, Calmund, Allofs, Scharf, Sammer, etc.
    Bestimmt alles andere als Oportunisten. Aber alle erfolgreich.
    Bestes aktuelles Beispiel ist Hoffenheim. Deren Patriarch überlässt unbequemen Leuten seine Kohle, damit diese was aufbauen.
    Unter Altegoer undenkbar. Der hat ja nicht mal Visionen oder Träume. Der denkt heute noch in Kohle, aber damit ist nicht das Geld gemeint. Wenn der Hopp vor einigen Jahren gesagt hätte, er will Deutscher Meister mit Hoffenheim werden, hätten ihn alle für einen größenwahnsinnigen Idioten gehalten und ihn gefragt, wie er so ein Unternhmen wie SAP aufbauen konnte.
    Typen wie Perters, Rangnik etc hätte hier schon lange das gleiche Schiksal ereilt wie , RvD, Wosz, Kunz, Zdebel, Stickinho, … und nicht zu vergessen Hermann Gerland. Der hatte es schon damals erkannt und eine Arbeit unter dem Dicken Kotzbrocken abgelehnt. Bayern hat schnell seine Fähigkeiten erkannt und ihn langfristig gebunden.
    Hier wollte nur jemand, ohne Rücksicht auf den Verein, seine Muskeln spielen lassen.
    Der Dicke will hier die Alleinherrschaft bis er verreckt ist. Der Verein ist ihm Scheißegal.
    Wenn der Dicke die Fähigkeit zu führen hätte, könnte er mit Leuten wie Kuntz umgehen bzw. arbeiten. Kann er aber nicht. Konnte er noch nie. Seine Unfähigkeit umgeht er mit Autorität und der Unterstützung seiner von ihm strategisch positionierten ebenso unfähigen Lakeien. Ein Grund, warum er sich so lange an der Spitze des Vereins halten konnte. Ein ander ist der, dass viele Leute denken, nur er kann den Verein auf Dauer in der BL halten. Hat man ja in den letzten Jahren gesehen.
    Vielleicht wären wir mit Ottokar Wüst ja immer noch unabsteigbar…
    Es war immer positiv, für den Fortschritt einer Institution oder eines Landes, wenn die Diktatoren entfernt wurden.
    Treue zum Verein sehe ich bei ihm nicht. Es deutet alles mehr auf Altersstarrsinn hin.
    Weg mit Altegoer, Koller und Ernst!!!

  20. Goldschuhe aus

    Ich denke vor allem, dass Kompetenz an der Vereinsspitze viel wichtiger ist als Privatvermögen.

  21. Max

    Ich denke, dass ein guter Präsident weiß, wo seine Kompetenzen liegen und wo nicht. Und die Aufgabe eines Präsidenten ist es nun mal nicht, ins tagtägliche operative Geschäft einzugreifen.
    Altegoers Vereinsliebe und Leidenschaft in allen Ehren (die habe ich auch nie in Frage gestellt): So wie es sich für mich darstellt, hat er den Blick dafür verloren, für was er zuständig ist und für was eben nicht.
    Sehr gute Beispiele sind zum Beispiel Born und Fischer von Werder Bremen. Die ziehen im Hintergrund die Fäden und halten den Laden zusammen, ohne sich dauernd eitel und selbstverliebt ins grelle Scheinwerferlicht zu drängeln.

  22. Don

    @22: Engagement, Liebe und Treue hat ihm hier niemand abgesprochen. Da bist Du auf dem Holzweg. Hier wird die Art und Weise kritisiert, wie er sein Amt ausführt.

    @25: Das deckt sich mit meiner Einschätzung der Lage.

    Zu der Zeit, als Kuntz noch im Verein war, hat auch ein Kollege von mir dort gearbeitet. Und ich wäre an Kuntz´ Stelle ebenfalls gegangen. Das war kein Arbeiten, das war eine ständige Gängelei und ein Absegnungsmarathon bei Altegoer.

  23. Elos

    Hallo,

    Hier wird die Art und Weise von WA kritisiert, zurecht oder nicht lassen wir mal dahin gestellt, aber keiner der Kritiker gibt eine Alternative her, keiner schlägt vor wie man es besser macht, einfach nur eine Sache schlecht reden kann ja jeder, aber wo bleiben die Alternativen?

    Konkret gefragt:

    Warum stellen sich die WA Kritiker in der JHV nicht gegen ihn auf, bringen ein kompetenz Team zusammen , stellen ein besseres Konzept vor und stellen sich der Wahl , warum tut das eigentlich keiner der vielen Altegoer-Kritiker???

    So lange DIESE Frage nicht beantwortet wird, kann man wohl kaum diese Leute ernst nehmen.

    Achso, ein bischen Kleingeld sollten diese Leute schon mitbringen, kontakt zur Wirtschaft ist auch mehr als Notwendig, nur mal so als Info im Rande ;-)

  24. Goldschuhe aus

    Warum stellen sich die WA Kritiker in der JHV nicht gegen ihn auf, bringen ein kompetenz Team zusammen , stellen ein besseres Konzept vor und stellen sich der Wahl , warum tut das eigentlich keiner der vielen Altegoer-Kritiker???

    Das war ja unter anderem die Frage des Artikels, ob sich das bei der nächsten JHV nicht ändern wird.

  25. Goldschuhe aus

    Achso, ein bischen Kleingeld sollten diese Leute schon mitbringen, kontakt zur Wirtschaft ist auch mehr als Notwendig, nur mal so als Info im Rande ;-)

    Und bei wievielen Bundesligavereinen ist es eigentlich üblich, dass der Aufsichtsratschef eigenes „Kleingeld“ einbringt? Mir fällt da nur einer ein…

  26. Papa la Papp

    @29: „Wir wissen keinen anderen, also darf der Aktuelle machen was er will“ kanns aber auch nicht sein, oder?

  27. Don

    @29: Das liegt zumindest hier in diesem Blog daran, dass wir (bis auf Papa la Papp) keine Bochum-Fans, sondern eher Sympathisanten sind.

    Und zum besseren Konzept: Fast jeder andere Bundesligist hat eines. Eine derart starke Konzentration auf eine Person/einen Wirtschaftsfaktor gibt es wohl nur bei Bochum. Vielleicht schreckt ja gerade das andere potenzielle Investoren ab? Ich weiß es nicht.

  28. kriesch-plack

    Don schrieb: „Und zum besseren Konzept: Fast jeder andere Bundesligist hat eines. Eine derart starke Konzentration auf eine Person/einen Wirtschaftsfaktor gibt es wohl nur bei Bochum.

    Da liegst Du auf dem Holzweg, wenn jeder andere Bundesligist einen besseren Konzept als der VfL hätte, wie du meinst, dann wäre Bochum ganz sicher nicht in der Bundesliga, in der ersten wohl gemerkt, denn mit so wenig Geld, und noch weniger Fans im Rücken (Ein Stamm von gerade mal 18-000, da gibt es nicht viele Vereine die noch weniger Fans haben in der ersten Liga, wer mit so wenig Mitteln in einer armen Region dazu voller Konkurenz (Dortmund-Schalke usw…) erstligafußball bietet, der macht nicht viel falsch.

    Aber vielleicht merken es viele Bochumer erst wenn es 4-5 Jahren hintereinander heißt, ab in Liga 2, dann ist die Pleite nicht mehr weit, siehe Lautern, 1860 usw…

    Denkt doch mal ein bischen darüber nach
    5 Minuten, schafft ihr schon ;-)

    Tschüsskens

  29. Goldschuhe aus

    Da liegst Du auf dem Holzweg, wenn jeder andere Bundesligist einen besseren Konzept als der VfL hätte, wie du meinst, dann wäre Bochum ganz sicher nicht in der Bundesliga, in der ersten wohl gemerkt, denn mit so wenig Geld, und noch weniger Fans im Rücken.

    Das ist ja Quatsch. Es ging ja nicht um ein abstraktes Konzept, sondern um die Frage, wie viele Vereine wirtschaftlich so von einer einzigen Person abhängen. Und damit hat der Don absolut Recht, da ist Bochum neben Hoffenheim – nur auf anderem Niveau – einzigartig in der Liga.

  30. Ping: Neues aus dem Fanblog (1) | MAUERTAKTIK | Fußball-Satire & Bundesliga-Liveticker