Eine abschließende Betrachtung vor dem Trainerwechsel: Fairness für Friedhelm Funkel oder die Alliteration des Tages

Mit dem Spiel der Frankfurter Eintracht gegen Arminia Bielefeld vor nunmehr neun Tagen ist eine Entscheidung im deutschen Profifußball gefallen. Wir erleben die definitiv letzte Saison von Friedhelm Funkel als Trainer der Eintracht. Die Frage ist nur, wann es vorbei ist.

Die Erfolge und die Bedeutung, die Friedhelm Funkel für Eintracht Frankfurt in den letzten Jahren hatte, sind unbestreitbar und kommen in der regional-öffentlichen Berichterstattung und auch in den tumben Äußerungen vieler Fans oftmals zu kurz. Ich persönlich halte es für eine bodenlose Unverschämtheit, einem Mann, der sich seit Jahren mit vollem Einsatz dem Verein verschreibt, mit einem banalen wie peinlich-ausgelutschten „Funkel raus“ zu begegnen.

Selbst wenn man wie ich der Meinung ist, es sei Zeit für einen neuen Trainer, gebietet es der Respekt, sich anders zu verhalten. Schließlich ist Funkel niemand, der ein halbes Jahr zum Abkassieren da war ohne etwas zu leisten. Ganz im Gegenteil. Hier erwarte ich von Fans und insbesondere auch dem notorisch-nörgelnden Aufsichtsrat mehr Anstand, denn wenn Funkel gehen muss, sollte er dies nicht beschädigt auf Grund seiner hessischen Station tun, sondern gestärkt. Das hat er sich verdient.

Oft wird von Heribert Bruchhagen als Glücksfall für den Verein gesprochen, den der Manager am Abgrund übernahm, um ihn – und diese Relativierung muss derzeit wohl sein – zumindest für einige Jahre in der Bundesliga zu etablieren. Diese Bewertung ist richtig. Doch genauso sehr wie der Manager war auch der Trainer ein Glücksfall. Ohne falsche Ambitionen oder Eitelkeiten, mit Realitätssinn und Akribie bei der Arbeit führte Funkel die Eintracht mit einer Mannschaft in die Bundesliga, mit der andere Trainer in die Regionalliga abgestiegen wären. Nicht vergessen, damals gehörten Spieler wie Beierle, van Lent, Cha, Wiedener oder Husterer zum Stammpersonal! Bundesliga klingt anders.

In den folgenden Jahren war eine kontinuierlich positive Fußball-Entwicklung in der besten Stadt der Welt zu spüren. Funkel verbesserte langsam aber beständig sowohl das fußballerische Niveau der Mannschaft wie auch die tabellarischen Resultate. Bis zu Beginn der letzten Saison, damals begann der Abschied. Lange hat es kaum jemand gemerkt, da die Ergebnisse merkwürdigerweise stimmten, aber der Fußball, der in Frankfurt seit Beginn der Saison 2007/2008 gespielt wird, ist leider immer grauenhafter geworden.
Die Diagnose von Bruchhagen und Funkel, die unisono behaupten, lediglich die gestiegene Erwartungshaltung der Fans führe zu diesem Eindruck ist schlichtweg falsch. Ich habe es oft genug selbst gesehen. Rumpeln gesehen. Ohne jede Erwartungshaltung. Fakt ist, wir spielen Scheißfußball und das schon lange. Diese Erkenntnis ist für jemanden, der mit Bein, Okocha, Gaudino und Yeboah fußballerisch sozialisiert wurde, besonders deprimierend.

Ein bisschen scheint es inzwischen so, als würde Funkel die Mannschaft so gut kennen, dass er vor lauter differenzierter Fehlerdiagnose ihre Stärken vergisst und nur noch die Schwächen wahrnimmt. So ist auch das immer defensiver werdende Spiel zu erklären, das entgegen des Klischees über den Trainer Funkel eine relativ neue Entwicklung darstellt.

Zu Zweitligazeiten spielte man regelmäßig mit drei Stürmern, nach dem Aufstieg wurde man allenthalben für seinen erfrischenden, aber naiven Offensivfußball gelobt. Dieser ist inzwischen einer Igeltaktik gewichen, die dicht am Rande der Peinlichkeit, manchmal darüber hinaus anzusiedeln ist. Gegen Hoffenheim – und bei aller Medienhysterie: Die sind nichts als ein passabler Aufsteiger – mit sechs Spielern der erweiterten Kategorie „Verteidiger“ aufzulaufen ist schon merkwürdig, gelinde gesagt. So gibt man keiner Mannschaft das Gefühl, sie könne mithalten.

Und genau hier liegt der Fehler des Trainers und deshalb muss er gehen, auch wenn es mir leid tut. Die Mannschaft ist in den letzten Jahren kontinuierlich so klein geredet worden, dass kein Spieler mehr wirklich glaubt, er könne mehr als gegen den Abstieg spielen. Saisonübergreifend hat die Eintracht aus den letzten 14 Ligaspielen exakt einen Sieg geholt – im unbedeutenden Spiel gegen den schon sicheren Absteiger Duisburg. Das ist kein Zufall, sondern ein chronischer Mangel an Siegeswillen und vor allem dem Glauben daran, die jeweils andere Mannschaft schlagen zu können. Ein 3-3 in den letzten Minuten gegen die zugegebenermaßen grob fahrlässigen Bayern, wie es die Bochumer am Wochenende erzielten? Undenkbar, denn man hätte sich in Frankfurt leicht in die Niederlage gefügt, es waren ja schließlich die Bayern.

Aber Funkel ist bei seiner eigenen Entlassung nicht nur Täter, sondern auch Opfer.
Denn für die Transferpolitik kann er nur begrenzt etwas, da Hölzenbein hier die zentrale wie mächtige Person im Verein zu sein scheint. Caio, Fenin – zwei Problemfälle, bei denen ich nicht daran glaube, dass Funkel sie wirklich haben wollte. Zwei Problemfälle, die ob der hohen Transfersummen tatsächlich hohe Erwartungen weckten, ohne sie auch nur annähernd erfüllen zu können. Fenins Karriere scheint an seinem überragenden Debut und charakterlicher Fehler – Stichworte: Fallsucht und chronisches Lamentieren – zu scheitern. Bei Caio bin ich überzeugt, dass die sehr geduldige und langsame Heranführung, die Funkel praktiziert, die einzige Chance ist, das große Kleinkind zu einem bundesligatauglichen Fußballer zu machen. Aber von dieser Entwicklung wird Funkel nicht mehr profitieren können.

Denn Funkel ist bald weg. Und das ist richtig so.  Denn gerade, weil die Transferpolitik nicht aufging und klar ist, dass das Potential der Mannschaft weiterhin bestenfalls für Platz zwölf reicht, braucht es neue Impulse, um eben diesen zu erreichen. Wenn man fünf Jahre mit einem durchschnittlichen Kader arbeitet und dabei meist an das Maximum heranreicht, ist irgendwann der Ansatz verbraucht. Zumal das permanente Gerede vom Mittelmaß und Gegner auf Augenhöhe wie es Funkel aber vor allem auch der Chef Bruchhagen praktiziert, die Selbstwahrnehmung der Mannschaft zementiert hat.  Die Qualität des Kaders stagniert und die Siegermentalität strebt gegen null. Es geht so nicht weiter. Wir brauchen einen neuen Trainer, der in der Lage ist, erneut das Mittelmaß als Ziel zu erreichen ohne es so zu formulieren. Sonst steigen wir in dieser Saison ab und reißen damit alles ein, was man in den letzten Jahren aufgebaut hat.

Friedhelm Funkel hat mit diesem Aufbau so viel für die Eintracht geleistet, wie wohl kaum ein anderer Trainer vor ihm. Bitte mal darüber nachdenken, wenn man das nächste mal „Funkel raus“ brüllt oder bei seiner Entlassung jubelt, wenn es so weit ist.  Ich werde jedenfalls nicht mit Freude reagieren, sondern mit Wehmut und Anerkennung für seine Leistung. Ich wünschte manchmal, mein Verein und sein viel zitiertes Umfeld hätten etwas mehr Größe.

Fotoquelle: http://www.wikipedia.de

Über den Autor: Goldschuhe aus

Agent provocateur erster Güte. Ansonsten Misanthrop und Eintracht Frankfurt-Fan. Frisur: vorhanden.

82 comments

  1. Don

    Junge, das mit den „Funkel raus“-Rufen meinst Du doch hoffentlich ironisch. Du bist seit jeher der erste, der mit diesen Sprüchen in Erscheinung getreten ist. Da kannst Du Dir mal beherzt an die eigene Nase fassen.

    Zur Analyse: Inhaltlich kann ich Dir da eigentlich nur zustimmen, Du hast die Entwicklung sehr gut aufgezeigt. Nur würde ich mit Funkel die Saison beenden und dann einen Schnitt machen (den Klassenerhalt traue ich im locker zu!), denn wenn er vorher geht, führt er ein anderes Team zu eben jenem Erhalt der Bundesliga, was uns wiederum gefährlich werden könnte, da die Luft nach unten zugegebenermaßen reichlich dünn ist.

    Gegen einen Schnitt zum Saisonende habe ich absolut nichts einzuwenden, die Frage ist nur, ob Friedhelm so lange bleiben darf.

  2. Esleben

    @4: Die waren ironisch, die Beziehung zu meinem Verein ist seit jeher ironisch. Ich habe auch immer „Finke raus“ gebrüllt, selbst wenn am Ende der Saison ein UEFA-Cup-Platz stand.

  3. Esleben

    @7: Also gut, einigen wir uns auf Peter Neururer.

    Ganz ehrlich, es gibt zu Funkel keine Alternative, der sogenannte „Markt“ gibt nichts her, da ist kein Trainer zu haben, der annähernd seine Klasse hätte. Also: „Augen zu und durch“.

  4. Goldschuhe aus

    @10: Wir haben den Nachfolger/die Nachfolger mit Leicht und Schur, die bei Amateuren wohl einen super Job machen bereits im eigenen Haus.

    Und außerdem: Hattest Du die Alternative Dutt auf dem Schirm, als Finke ging?

  5. Esleben

    @12: Da hätte auch kein Trainer kommen können, der schon einen Namen gehabt hat. So lange wie Finke ist Funkel jedenfalls nicht im Verein und die Amateurtrainerlösung geht auch nicht immer auf. In Nürnberg läufts ja auch nicht gerade blendend nach dem Trainerwechsel.

  6. Goldschuhe aus

    Keine Lösung geht „immer auf“. Auch nicht das (zu lange) Festhalten am Bestehenden.

  7. Don

    @10: In Deutschland vielleicht nicht, man muss mal über den Tellerrand hinausgucken. HSV und Schlake machen es ja vor.

    Und von der Amateur-Lösung halte ich mal gar nix. Ich bin für Experimente nicht zu haben.

  8. Guru von der Kreuzeiche

    Amateur- und Co-Trainerlösungen haben in der Bundesliga selten Erfolg gehabt. Meist sind die dann nach einem Jahr weg, auch wenn sie erfolgreich waren, weil sie einfach keinen Kredit im Präsidium haben. (siehe Jogi Löw in Stuttgart, siehe Daum früher bei Köln, siehe Horst Köppel bei Gladbach).

    Hmm, wer sagte damals noch, dass Dutt ein guter Trainer ist? Ich muss noch einmal darüber nachdenken. ;-)

  9. Der Ketzer

    Ich freue mich schon darauf, Peter Neuruhrer wieder in der Bundesliga zu sehen. Aber bei M’Gladbach.

  10. Don

    Den Meyer würde ich mit Kusshand nehmen und widerlegt zudem die Esleben-These, der Markt wäre abgegrast.

    Meyer-Bruchhagen wäre schon ein geiles Trio!

  11. Guru von der Kreuzeiche

    Ich find das Interview ehrlich gesagt sehr schwach. Das sind ja nur Allgemeinplätze und nach einem fußballerischen Konzept hört sich das nicht gerade an. Außerdem komisch an Spielern rumzumäkeln, die jetzt weg sind.
    Hätte mir vom Funkel mehr erwartet.

  12. Goldschuhe aus

    Ich finde das Interview absolut okay, was soll er sonst sagen? Und zu dem Kyrgiakos-Ding: Was soll er auch machen. Erst hieß es überall „Lass den ruhig ziehen, ein blinder Bolzer der alten Schule“ und jetzt, da es nicht läuft „den hätte man nicht ziehen lassen sollen“. Ziemlich schwaches Bild eher der Frankfurter Journaille, wie ich finde, zumal jeder weiß, dass der Spieler nicht mehr wollte. Dass Funkel die Leistung des Spielers dann relativiert, um sie richtig einzuordnen, halte ich für mehr als legitim.

  13. Guru von der Kreuzeiche

    Einfach zu sagen: „Wir müssen halt Spiele gewinnen aber sonst ist doch alles geil“ ist mir persönlich zu wenig für einen Trainer.

  14. Don

    @25: Ja gut, aber die Fragen sind halt auch unterirdisch. Ansonsten ist das ein 08/15-Funkel-Interview. Ich traue es ihm schon zu, mindestens 3 andere Clubs hinter sich zu lassen, die Frage ist halt nur, ob er die „Schasse“ (Kaiser Franz) dazu bekommt.

  15. Vollspann!

    Friedhelm Funkel wird auch am 34. Spieltag noch Trainer der Eintracht sein. Und die wird dann in der Gegend um Platz 12 stehen. Danach kann der Verein gerne einen Schnitt machen. Vielleicht mit Christian Wück, die Sau!
    Ansonsten alternativ, wie von Goldschuh schon gesagt, die Amateurtrainer. Und lacht mich ruhig aus, ich halte den Slomka für einen guten Trainer. Von den beiden Holländern beim HSV und Schalke halte ich dagegen gar nichts. Genauso wenig von einer Reanimation von Hans Meyer.

  16. Max

    Guter Artikel, wie ich finde. Ich kenne mich in Frankfurt jetzt nicht so gut aus, aber als Außenstehender muss ich sagen, dass die Eintracht für mich zunehmend das Image der berühmten grauen Maus angenommen hat. Das ist auf der einen Seite sicherlich wünschenswerter als ein Skandalclub zu sein, auf der anderen Seite ist dieses Image bei mir durch den Langeweilerfußball hervorgerufen worden und das kann auch nicht unbedingt das Ziel sein.
    Gut möglich also, dass ein Trainerwechsel eine Lösung darstellen würde.

    Eine ähnliche Situation, wenn auch auf einem anderen Niveau, sehe ich momentan bei Werder Bremen. Okay, jetzt nicht direkt alle aufschreien, dass der Schaaf eh nie rausfliegen würde und so weiter und so fort.
    Ich finde, dass sich die Bremer in ihrem Mannschaftsspiel seit 2 Jahren nicht mehr richtig weiterentwickeln. Seit 2 Jahren gibt es immer wieder die gleichen taktischen Fehler, die gleichen Abwehrschnitzer und die gleichen unnötigen Punktverluste gegen Mannschaften, die wissen, wie man den Bremer Angriffsmotor ausbremst. Dazu kommen die internationalen Auftritte, in die einfach keine Konstanz hineinkommt.
    Wie kann es sein, dass die Ecken seit Jahren schon kaum Erfolge einbringen, wenn man so viele großgewachsene Spieler in seinen Reihen hat? Wie kann es sein, dass man sich seit Jahren immer wieder vermeidbare Kontertore einfängt, insbesondere nach den grausigen Ecken?
    Okay, ich will hier jetzt nicht von der Eintracht ablenken, aber ich denke, das Thema Werder Bremen ist auch nicht uninteressant.

  17. Esleben

    Bei Bremen, da spielt doch dieser Wiese, ne?

    Bei Bremen geht es wirklich um ein ganz anderes Niveau dem man vielleicht mit der Verpflichtung eines Abwehrspielers beikommen könnte, der nicht zwei Meter groß ist und 20 Sekunden auf 100 Metern braucht….

  18. Guru von der Kreuzeiche

    Naja, ich denke, dass die Eintracht sich nach den Skandaljahren fast danach gesehnt, eine graue Maus zu sein. Auf jeden Fall, wenn man „graue Maus“ mit Seriosität und Konstanz verbindet. Und das haben Funkel und Bruchhagen auf jeden Fall reingebracht.

    Aber wenn auf die letzten Jahre zurückschaue: Öfter ne richtig gute Rolle im DFB-Pokal gespielt, im UEFA-Cup dabeigewesen. Das war doch alles wirklich ganz gut. Als Fan wäre ich zufrieden gewesen und das waren die Fans ja wohl auch bis zur letzten Saison. Jetzt tut halt mal ein Trainerwechsel gut.

    Zu Bremen: Der Vergleich hinkt extrem. Die Bremer haben doch das genau gegenteilige Problem. Die spielen nur nach vorne und das durchaus attraktiv. Aber wie du schon richtig sagtest: Die Defensive ist trotz ganz guter Spieler überhaupt nichts. Und da hast du natürlich recht: Das hätte der Schaaf auch mal kapieren müssen… Versteh ich auch nicht.

  19. Guru von der Kreuzeiche

    @33: Das Abwehrproblem von Werder an einem wirklich guten Spieler wie Mertesacker festzumachen, ist meiner Meinung nach Quark!

  20. Esleben

    @35: Nur blöd, dass sie mit Naldo noch so einen haben und auf den Aussen seit Jahren vor allem links notorisch schwach besetzt sind. Statt da mal zu investieren leistet man sich den Luxus gleich fünf relativ teure Stürmer zu beschäftigen. Kann aber natürlich auch ein Sache der Philosophie sein, der Erfolg zumindest national stimmt ja.

  21. Guru von der Kreuzeiche

    Ja, aber das Problem bei Werder ist doch vielmehr, dass die gesamte Mannschaft wie blöd nach vorne aufrückt und sich dann wundert warum vor dem eigenen Tor immer 3 Leute völlig freistehen. Außerdem versuchen sie es immer noch mit der Abseitsfalle, können es aber einfach nicht und fangen sich dadurch in jedem zweiten Spiel ein saudummes Tor.
    Davon mal abgesehen: Auf Abseits zu spielen halte ich für das blödeste überhaupt im Fußball.

  22. thomas

    Mertesacker ein guter Spieler? Hahahaha
    Zu Funkel: für mich kommt der Funkel immer wie
    der Klischeetrainer rüber, Jogginganzug, immer etwas
    knapp an der »Hartz 4-Optik« vorbei schrammend. Ich
    glaube auch das seine Trainingsmethoden der Zeit
    etwas hinterherhinken. Vielleicht wäre es kein falscher
    Entschluss den Schlussstrich zu ziehen und danke zu
    sagen. Der Name Slomka gefällt mir sehr gut, ich halte
    ihn für einen durchaus fähigen, jungen Trainer der
    die Eintracht stabilisieren kann und das spielerische Potential
    so denn vorhanden, erweitern kann.

  23. Goldschuhe aus

    @42: „Ich glaube auch das seine Trainingsmethoden der Zeit etwas hinterherhinken.“

    Was verleitet Dich zu dem Schluss? Bist Du beim Training dabei? Oder ist das eine klischeebeladene Ferndiagnose? Und wenn der Slomka kommt, gehe ich nur noch zu Westfalia, aber zum Glück hat HB das ja bereits ausgeschlossen.

  24. Don

    @44: Naja, also unsere andauernden Muskel und Gelenksverletzungen können IMHO eigentlich nur noch an falschem Training liegen. So viel Verletzungspech, wie wir in den letzten 3,5 (!) Jahren hatten, ist für mich nicht mehr anders zu erklären.

  25. Goldschuhe aus

    @45: Aber wir haben doch lauter verschiedene Verletzungen. Wenn die jetzt alle Knie hätten, würde ich Dir zustimmen. Außerdem haben wir einen diplomierten Sportwissenschaftler als Co-Trainer, der die Übungen konzipiert, ich glaube kaum, dass der nicht weiß, was er tut.

  26. Vollspann!

    Das mit den Verletzungen sieht jeder, egal bei welchem Verein, gleich. Ruf mal in Dortmund das Wort „Kreuzbandriss“, dann kommen 100 Leute auf Dich zu und erzählen Dir, dass der BVB pro Saison 17 Kreuzbandrisse hätte und das nur am falschen Training liegen könne. Das ist das gleiche wie: War klar, dass XY ausgerechnet gegen uns sein erstes Bundesligator macht. Das ist auch bei jedem Verein gleich.

  27. Guru von der Kreuzeiche

    Aber bei Dortmund hab ich das unter Sammer wirklich vermutet. Das war ja wirklich signifikant.

  28. Vollspann!

    Es hörte danach aber nicht auf. Irgendwann war es dann der Trainingsplatz schuld.

  29. Max

    zum Thema Bremen: Klar ist das ein anderes Niveau und die Probleme liegen anders, das hatte ich ja auch geschrieben.

    Was analog zu Frankfurt ist, ist das Problem, dass sich die Mannschaft nicht weiterentwickelt: Wie gesagt, man kann ja offensiv spielen und das gefällt mir persönlich ja auch sehr gut, keine Frage.
    Aber man muss, wenn man mal wieder einen Titel holen will, einfach hinten besser stehen und das eine schließt das andere nicht aus.

    Arsenal oder Barcelona schaffen es auch, eine offensive Marschroute mit defensiver Stärke zu verbinden.
    Ich fordere ja nicht, dass Bremen nur noch 12 Tore pro Saison reinkriegt, aber was die da teilweise trotz Spitzenspieler wie Mertesacker oder Naldo hinten fabrizieren, ist geradezu grotesk.

  30. Goldschuhe aus

    Wie kann man nur einen Kommentator ins Fernsehen lassen, der sich wirklich nicht erdreistet zu sagen „Noch eine Viertelstunde zu gehen für die deutsche Mannschaft“? Ich fordere meine GEZ-Gebühren zurück.

  31. Pingback: Glas halb leer oder halb voll? | catenaccio
  32. Goldschuhe aus

    Übrigens ist wohl Finke im Gespräch. Da würde sich unser gemeinsamer Montag-Abend-DSF-Kreis schliessen…

  33. Esleben

    @56: Finke und Bruchhagen? Kann mir nicht vorstellen, dass das gut geht. So ein bisschen kam der Bruchhagen ja gestern im Doppelpaß wie der Schäng Löring von Frankfurt rüber: „Ich als Verein…“

  34. Don

    Der Bruchi war gestern sehr souverän. Hat mir gefallen.

    Ich wusste gar nicht, dass der Latteck so auf den Funkel steht, oder sagt der solch nette Sachen über jeden Trainer?

  35. Goldschuhe aus

    @57: Ich habe es nicht gesehen, nur gehört, dass es wohl ein etwas verwirrt-angespannter Auftritt war. Und in Anbetracht der Alternativen, bin ich relativ sicher, dass der Bruchhagen den Finke nehmen würde. Mir persönlich würde die Lösung übrigens auch gefallen. Zumindest könnte dann mal wieder sowas wie Fußball passieren.

  36. Don

    Was ist denn eigentlich mit dem Spiel morgen? Werde mir das auf jeden angucken! Wahrscheinlich im Freibeuter!

  37. Don

    Daher fängt das Spiel ja auch schon um 18:30h an…

    Trotzdem ein Skandal, dass man das Spiel an einem CL-Spieltag nachholt.

  38. Don

    Alter Verwalter, was für ein Grottenkick.

    Nach dem 0:1 dachte ich ja schon, okay, das muss jetzt sein, dann ist der Funkel jetzt weg. Und dann biegen wir das Spiel in 7 Minuten noch einmal komplett. Wahnsinn. Amanatidis wollte die Hütte aber auch unbedingt machen. Hammer.

    Aber das täuscht nicht darüber hinweg, dass unser Spielaufbau eine einzige Katastrophe ist. Wir hatten gefühlt 80% Ballbesitz und keine echte Torchance bis zum Rückstand. Das Mittelfeld ist ein Torso, so dass unsere Stürmer sich ständig nach hinten fallen lassen müssen und dann wieder vorne fehlen.

    Uns fehlt einfach ein guter offensiver Mittelfeldmann, der die Stürmer und die Außen bedient. Köhler kann das einfach nicht. Meier ist mal wieder verletzt und Caio…ist Caio. Aber warum Funkel den nicht mal bringt, nachdem Karlsruhe mit Görlitz und Carnell die totale Defensive brachte, wird auf ewig sein Geheimnis bleiben. Scheißegal, ob er nicht richtig trainiert, in so einer Situation muss der gebracht werden Punkt.

    Und Köhler: Dessen Standards sind so dermaßen grotte, das geht gar nicht. Beste Szene im Spiel: Nachdem Ama eingewechselt wurde, ist der bei der nächsten Ecke zu Bushido Köhler gegangen und hat ihm gesagt, dass er von jetzt an keine Ecken mehr schießt! *HULD* @ Aktion!

    So bin ich zwiegespalten: Die Punkte sind emminent wichtig, aber ich befürchte, wir werden uns auch die weiteren Spiele einen Abwürgen…

    Was mich zuversichtlich gemacht hat, ist, wie sich die Mannschaft nach dem Siegtreffer gefreut hat. Wie ein Haufen kleiner Kinder, denen man ansah, wie viel Druck da abgefallen ist. Das ist mein persönlicher Lichtblick, der mir etwas Optimismus gibt.

  39. Goldschuhe aus

    Teuer erkämpft. Ama fällt bis Jahresende aus, Chris wird mal wieder operiert und auch Magic Köhler fällt aus. Langsam stimmt die These mit unserer Seuche.

  40. Don

    Die Kassierer sagen dazu: Das schlimmste ist, wenn das Bier alle ist! Prost und Gruß nach dem Konzert-Besuch!

  41. Don

    War ne Spontanaktion. Und da ich gestern eh auf die Spiele-Messe war und frei hatte, haben wir uns auch wieder schön einen verlötet!

    Der Thomas ist mit seinen 150 Kilo zum Stagediven gegangen und wurde sogar aufgefangen…;-)

  42. Don

    Ich will nur mal kurz unsere heutige Verletztenliste bekanntgeben:

    Köhler (Außenbandverletzung am Knie)
    Preuß (Knieoperation)
    Vasoski (Trainingsrückstand nach Lungen- operation)
    Bajramovic (Zehenoperation)
    A. Meier (Knieoperation)
    Amanatidis (Meniskus-OP)
    Bellaid (Muskelfaserriss im Adduktorenbereich)
    Krük (Fußoperation)
    J. Zimmermann (Nicht berücksichtigt)
    Chris (Kapselbandverletzung in der Schulter)

    Das alleine ist fast schon ein komplettes Bundesligateam. Ich könnt echt kotzen!

  43. Don

    Tja, zur Zeit sind wir wirklich eine einzige Wundertüte! Mal gucken, was gegen die Bayern geht. VIelleicht nimmt man ja ein wenig Schwung mit. Schön auch, dass Tsoumou regelmäßig seine Einsatzzeiten bekommt. Das könnte unsere nächste schwarze Perle werden! Schön zu sehen, wie er sich mit Amanatidis zusammen gefreut hat.

  44. Don

    Alter, das darf alles nicht wahr sein. Zu den Dauerverletzten gesellen sich jetzt auch noch Spycher mit Knorpeschaden (nach Amanatidis und Meier der dritte im Bunde!) und Korkmaz hat sich erneut den Fuß gebrochen.

    Ich kotze echt im Strahl.

  45. Don

    …Stadtmeister der Herzen…

    Bin morgen übrigens im Stadion! Kollege hat ne Dauerkarte über und da gucke ich mir unsere Rumpftruppe mal an! War der Köhler wirklich so gut als LV?

  46. Don

    Da bin ich auch absolut mit zufrieden. Es sind ja immer nur 1-Jahres-Verträge, da verhält sich auch der Funkel sehr locker und korrekt.

    Ich persönlich kann auch noch gut und gerne mit einigen Jahren Mittelmaß leben. Die Fahrstuhljahre waren zig Mal schlimmer, als im Niemandsland der Tabelle das eine oder andere Spiel zu genießen.

    Aber ich hoffe sehr wohl auf eine Qualitätssteigerung des Spiels. Mit Alex Meier sollte dies gelingen, der harmoniert zum einen sehr gut mit Bushido Köhler und kann zum anderen Libero und Fenin bedienen. Und da ich bereits wieder heiß bin wie Frittenfett, hier direkt mal meine aktuelle Wunschaufstellung:

    ——————-Pröll———————

    —Ochs—Vasoski—Russ—Petkovic—

    ——————-Chris——————–

    —Steinhöfer——————-Köhler—

    ——————-Meier——————–

    ——–Liberopulous—Fenin————-

  47. Goldschuhe aus

    Aus gegebenem Anlass hole ich diesen Artikel mal wieder hervor. Mach‘ et jut, Fritze. War schön mit Dir.

  48. Der Ketzer

    Fußball-As Jörg Dahlmann vermeldet Bruno Labbadia als aussichtreichsten nächsten Eintracht-Trainer.