Depp des Tages: Fritz von Thurn und Taxis

Quelle: pixelio.deAls ob das Gekicke der geradezu grotesk uninspirierten Schalker nicht schon schlimm genug gewesen wäre… Was hat sich SAT. 1 eigentlich dabei gedacht, den offensichtlich völlig grenzdebilen Friedrich Leonhard Ignatius Josef Maria Lamoral Balthasar Prinz von Thurn und Taxis als Kommentator des Champions-League-Achtelfinales zwischen Porto und Schalke auf den ahnungs- und wehrlosen Zuschauer zu hetzen?

Als auf das “Free-TV” (deutsche Fernsehmacher) angewiesener Fußball-Fan ist man von Natur aus sehr leidensfähig: In der ARD tummeln sich Beckmann und Simon, im ZDF wird man von Kerner, Rethy und Wark verwöhnt und im DSF dilettieren Hermann und Dahlmann um die Wette. Nun also auch SAT. 1. Warum gibt der Sender von Thurn und Taxis ein Mikrofon in die Hand? Hat mittlerweile bei Premiere jeder gemerkt, dass er absolut unfähig ist, ein Spiel zu kommentieren und wird er deshalb zu “Champions TV” abgeschoben? Möglich wäre es.

“Gucken sie in die Gesichter, das ist ja kein Fußballspiel mehr, das ist ein Mienenspiel!”, “Donnerwetter!” (in jedem zweiten Satz), “…da wird mir angst und bang!” (in jedem dritten Satz), “…der sieht aus wie ein echter Zigeuner!”, “Kuranyi hat die Order von Slomka erhalten vorne zu bleiben. Doch dafür ist Kuranyi nicht der Typ…der muss laufen, der muss sich bewegen. Vorne stehenbleiben, das kann er nicht!”, “Für mich war das eine klare rote Karte, aber ich entscheide solche Szenen ja nicht.”, Die Reaktion von Kuranyi ist unmöglich, ungehörig, ja eine Unverschämtheit, das ist unappetitlich, das gehört sich nicht.”, “Das ist eine Wendung, das gibt es nur im Sport. Das ist ja ein Mysterium.”, “Die beschwören den Ball; das hat beinahe etwas Gespenstisches!”

Die Disziplin des totalen Verbalamoklaufs hat in jedem Fall einen neuen ungekrönten König. Aber Fritz von Thurn und Taxis redet nicht nur ausgemachten Schwachsinn, nein, er kann dazu nicht für 10 Sekunden den Mund halten und wirkt dabei wie ein hyperaktives Kind, das zum ersten Mal das Pausenspiel auf dem Schulhof kommentieren darf. Und die Fußball-Sachkompetenz lässt dabei zusätzlich schwer zu wünschen übrig. Was kann der Mann?

Liebe Redakteure von SAT. 1, es besteht dringender Handlungsbedarf, da Schalke trotz miserabler Leistung auch noch weitergekommen ist. Bitte, bitte, bitte mit Zucker oben drauf: Lasst diesen Mann nicht mehr ans Mikrofon! Nehmt es ihm weg, auch wenn er dann weint! Gebt ihm irgendeinen Schreibtischjob bei Premiere, wo er nichts kaputtmachen kann. Denn Schalkes fußballerische Offenbarungseide anzuschauen ist schon schlimm, mit Thurn und Taxis wird es jedoch unerträglich.

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