Doping im deutschen Fußball? Wenig überraschend!

Quelle: www.konsumkinder.at/Die Online-Ausgabe der FAZ zitiert den ewigen Peter Neururer heute in einem eher unauffällig daherkommenden Artikel mit den Worten “Es ist mir bekannt, dass früher Captagon genommen worden ist. Viele Spieler waren verrückt danach”.

Auch Jens Lehmann berichtet in diesem Artikel davon, er hätte dies mitbekommen.

Bei Captagon handelt es sich um eine Droge aus dem Bereich der sogenannten “Upper” auf Amphetamin-Basis. Zwar ist Captagon ursprünglich ein legales, wenn auch verschreibungspflichtiges Medikament, doch dessen Einnahme dürfte keineswegs jemals irgendwelchen Dopingvorschriften standgehalten haben. In der Regel wird das Medikament bei Erwachsenen und Jugendlichen mit ADS angewendet.

Ich sehe jetzt schon wieder die große Bestürzung vor mir, die diese Äußerung nach sich ziehen wird. Selbst wenn jeder merkt, dass sie primär nur den Effekt hat, Peter Neururer mal wieder ins Gespräch zu bringen. Schließlich konnte man bisher immer schön mit dem Finger auf Länder wie Italien zeigen, in denen Doping im Fußball schon nachgewiesen wurde.

Aber überrascht das denn wirklich? Wie naiv muss man sein, um zu glauben, dass ausgerechnet in dem Sport, der weltweit so viel Geld bewegt wie kaum ein anderer alles sauber vor sich geht? Ich bin mal gespannt, ob das jetzt tränenrührige Beichten wie im Radsport nach sich zieht.

Über den Autor: Goldschuhe aus

Agent provocateur erster Güte. Ansonsten Misanthrop und Eintracht Frankfurt-Fan. Frisur: vorhanden.