Die Polemik des Tages: Gegen Frauen im Stadion!

Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht und vielleicht sind die folgenden Bemerkungen auch politisch völlig unkorrekt, aber mir persönlich gehen Frauen mit ausgewiesenem Fußballinteresse und Stadionbesucherinnen im Besonderen tierisch auf die Nerven. Führt die totale Gleichstellung zwischen Mann und Frau nicht automatisch zu einer Gleichschaltung, welche die durchaus angenehmen Besonderheiten der Geschlechter eliminiert?

Im Jahr 1930 dichtete der Gelegenheitsautor Hans Hummel nach Angaben der FAZ noch folgende Zeilen:

“Meyer war schon gänzlich heiser, / Wie ein Spatz der Kohlen frisst, / Doch sein Weibchen – nun schon leiser – / Fragte noch, was “abseits” ist. / Da schrie er mit letztem Mute, / Was ein jeder wohl begreift: Abseits ist, du dumme Pute, / Wenn der Mann da unten pfeift.”

Fast ist man in Anbetracht dieser Worte geneigt zu sagen: Da war die Fußballwelt noch in Ordnung.

Mal ehrlich, was soll diese Anbiederei an die Fußballeidenschaft der Männer? Ist es nicht eher das Verhalten der eifersüchtigen Frau auf die Geliebte, die Frauen ins Stadion treibt und nicht die tiefe (vermutlich genetisch bedingte), echte Liebe der Männer zu diesem Sport? Mögt Ihr das Spiel wirklich? Habt Ihr als Ihr 10 Jahre alt wart nach der Schule den ganzen Tag im Regen auf dem Bolzplatz gekickt? Seid ehrlich, in Wahrheit gönnt Ihr uns nur nicht, dass es unser Spiel ist.

Regelmäßige Stadionbesucherinnen werden für mich automatisch unattraktiv, da sie ihre Weiblichkeit verlieren. Mit einem Bierbecher in der einen, der Stadionwurst in der anderen Hand, grölend, schwitzend, fluchend – selbst intelligenten Männern verzeiht man diese Reise in die Vergangenheit der Evolution gerade noch. Aber Frauen? Will man sie so sehen? Wollen sie sich wirklich selbst so sehen?

Ich rede jetzt nicht von Ereignissen wie der WM im letzten Jahr, im Zuge derer der Fußball ohnehin kollektiv-gesellschaftlich vereinnahmt wird und mit dem eigentlichen Sport nicht mehr viel gemein hat.
Ich rede vom Alltag Bundesliga, von Bielefeld, Hannover, Nürnberg, was meist so weit entfernt ist vom gesamtgesellschaftlichen Ereignis wie Erich Ribbeck vom Fußball. Es reicht mir schon, heulende männliche Schalker Fans sehen zu müssen, damit mir übel wird, ich muss nicht auch noch heulende Schalker Frauen sehen.

Immer, wirklich immer schon haben Frauen aus anderen Gründen geheult als Männer und gegenseitig hat man seine Tränen nur selten verstanden. Und das war auch gut so. Pärchenheulen wegen eines verlorenen Fußballspiels? Mir wird schlecht.

Nur zur Klarstellung: ich bin nicht altmodisch. Verdient die Frau mehr als ich, kümmere ich mich um Kind und Haushalt. Ich bin bereit, meine Klamotten selbst zu waschen. Ich putze. Ich koche gern.

Aber ich will alleine ins Stadion und ich will den Grill anzünden.

Frauen dürfen schon lange alles tun, was Männer auch tun, und niemand findet das gerechter als ich. Aber müssen sie es denn wirklich auch immer? Denkt darüber nach, liebe Stadionbesucherinnen, sonst fangen meine Geschlechtsgenossen und ich eines Tages an, Euch Verbotene Liebe wegzunehmen. Wir dürfen das auch…

Über den Autor: Goldschuhe aus

Agent provocateur erster Güte. Ansonsten Misanthrop und Eintracht Frankfurt-Fan. Frisur: vorhanden.