Schlagwörter: Christian Streich

Wie die Hyänen

Christian Streich ist ein Mann der klaren Worte, außer er wurde gerade von einem übereifrigen Schiedsrichter auf die Tribüne verbannt. In der Pressekonferenz vor dem vorgezogenen Spiel gegen Bayern München malt der positiv bekloppte Sympath für die Zukunft schwarz. Medienschelte der allerbesten Sorte:

Über den Autor: esleben

Verrät als Freiburg-Fan Heimat wie auch Elternhaus und trinkt ansonsten ausschließlich Veuve Clicquot. Wer wohnt schon in Düsseldorf? Mehr über Esleben auf Google+

Derby, englisch

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, diese Woche ist englisch, und ein Derby ist ein Derby ist ein Derby. Kaum haben wir uns vom gestrigen Pokalklassiker Gladbach-Köln auf dem Spartensender Sport1 erholt, stehen schon wieder atemlos spannende Spiele an, in denen es um Existenzen, Titel, Regionen, Arbeitsplätze und nicht zuletzt „Scheiß-Millionäre“ geht. Die geplanten Selbstinterviews für heute müssen deshalb leider ebenso ausfallen wie der minutiöse protokollierte Tagesablauf eines unserer Top-Blogger.

Di, 20:00 Uhr

Hertha BSC – SC Freiburg: Das größtmögliche Entfernung-Derby 1:2

Abpfiff in Berlin, Otto „Quatschkopf“ Rehhagel und Christian „Crazy“ Streich treffen sich an der Mittellinie, reichen sich die Hand und wir stellen uns die Frage: Worüber unterhalten sich zwei grundverschiedene Menschen? Das weiß auch Christian Streich nicht, deshalb hastet er wie immer nach Spielschluss in Höchstgeschwindigkeit in die eigenen Kabine und sitzt dort so lange, bis Otto Rehhagel von Beate zur Aufführung im Hebbel am Ufer abgeholt wurde.

Mi, 20:00 Uhr

Borussia Dortmund – Bayern München: Das Fußball-Derby 1:0

Was sagt wohl Jürgen Klopp zu seinem Spiegelbild, wenn er morgens im Bad steht? „Jürgen, du bist der allergeilste. Viel geiler als alle anderen! Jemals, ever!“ „Fakt ist“ (Goldschuhe aus), der gute „Kloppo“ (Sport 1) muss dringend mal ein paar Umdrehungen weniger frei drehen. Seine Ansagen vor dem Spiel gegen Wolfsburg waren eine Mischung aus Toppmöller-hafter Selbstüberschätzung und Daum’scher … Na ja, lassen wir das. Jedenfalls wird der Mann langsam zu seiner eigenen Karikatur in Flaschenform. Vielleicht kann ja Matze „Matze“ Knop ein paar Tage übernehmen? Also nach dem glanzvollen Sieg gegen die Bayern?

1.FC Nürnberg – FC Schalke 04: Das Fan-Freundschafts-Derby 4:1

Fanfreundschaft: Etwas, das mindestens so altmodisch ist wie der „Glubb“ und Schlake 04. Also eigentlich ganz geil, und vor zehn, 15 Jahren hielt sich ja fast jeder Bundesligaclub so eine Freundschaft: Nahezu unbekannt inzwischen jene zwischen Freiburg und Dortmund, in ihrer Durchschaubarkeit absolut abzulehnen die zwischen Bochum und Bayern, im Entstehen begriffen die zwischen Eintracht Frankfurt und Union Berlin, ganz schön aufgesetzt die zwischen St. Pauli und den Celtics.

Bayer Leverkusen – 1.FC Kaiserslautern: Städte, die man nur durch die Bundesliga kennt-Derby 3:1

Wenn ein Fußballverein für sich reklamiert „für eine ganze Region wichtig zu sein“ kaschiert dies nur eins: die umliegende Region liegt am Arsch der Welt. Leverkusen kann noch nicht einmal das für sich reklamieren, dafür aber wohl die höchste Dichte an Autobahnkreuzen im Stadtgebiet, was ja auch was für sich hat. Und dazu führt, dass wichtige Amtsträger und Spieler lieber ein Stück flussabwärts wohnen, während es in der Pfalz noch nicht einmal diese Möglichkeit gibt…

Mi, 17:30 Uhr

Alemannia Aachen – VfL Bochum: Das geplatzte Träume-Derby 2:0

Friedhelm Funkel hat heute die einmalige Chance, alle Vereine zu sehen, bei denen er diese Saison entlassen wurde. Hier wie dort hat sich der Funkel-Faktor aufgebraucht und man selbst stellt lieber die wirklich wichtigen Fragen: Wie, liebe DFL, soll man es als arbeitender Mensch eigentlich pünktlich zum Anpfiff nach Aachen schaffen?

Eintracht Frankfurt – FC Ingolstadt 04: Das launische Diva-Derby 1:1

Goldschuhe aus ist eine alte Unke. Deshalb hat er den samstäglichen Fauxpas der Eintracht in Duisburg bereits am Freitag vorausgesagt. Im Gefühl des sicheren Aufstiegs wird die Eintracht wieder unberechenbar, launisch und beschert ihrem Trainer weitere graue Haare. Davon ab: Wie, liebe DFL, soll man es als arbeitender Mensch aus Ingolstadt pünktlich zum Anpfiff nach Frankfurt schaffen? Siehste!

Foto: Crosa/flickr.com

Über den Autor: esleben

Verrät als Freiburg-Fan Heimat wie auch Elternhaus und trinkt ansonsten ausschließlich Veuve Clicquot. Wer wohnt schon in Düsseldorf? Mehr über Esleben auf Google+

Eier-Derby

Wenn Freitag auf einen Donnerstag fällt, kann man durcheinander kommen. Zumal die ungnädige DFL auch an Feiertagen wie Ostern kein Einsehen hat, was die Familien feindlichen Anstoßzeiten in der zweiten Liga angeht. Deshalb Supermarkt statt Schauinsland(-Arena), Spielplatz statt Stehplatz, einen Korb für den Don statt Gebinde in der Köpi-Lounge, Eiersuche statt Erlebnisorientierung (Stichwort: Kärchern).

Do, 19:30 Uhr

SSV Reutlingen – VfL Kirchheim/Teck: Das Geister-Derby – annulliert – 

Ein Spiel, das niemals stattgefunden hat, denn selbst in der Oberliga kann nicht jeder Club die finanziellen Mittel aufbringen, um am Spielbetrieb teilzunehmen. Deshalb hat Kirchheim „nur echt mit dem Zusatz ‚Teck’“ aus wirtschaftlichen Gründen sein Team abgemeldet. Alle Spiele werden annulliert und der SSV kann bereits am Montag sein Nachholspiel gegen Bonlanden bestreiten (siehe unten).

Sa, 13:00 Uhr

MSV Duisburg – Eintracht Frankfurt: Das Traditions-Derby 2:0

Zwei ehemalige Bundesligisten, deren Entwicklung derzeit diametral verläuft. Während Frankfurt sich inzwischen dem Schaulaufen Richtung erste Liga widmen und wohl den direkten Wiederaufstieg feiern kann, bleibt dem Standort Duisburg nichts außer seine Tradition. Das Säckel der Stadt ist leer, das Stadion an einen Reiseveranstalter verhökert und auf der Bank sitzt ein Ex-Schalker. Könnte es schlimmer kommen? Durchaus, wenn der Verein absteigt und damit auch sportlich die wirtschaftliche Talfahrt der Region nachvollzieht.

Sa, 15:30 Uhr

VfL Wolfsburg – Borussia Dortmund: Das Meister-Derby 1:3

Kaum zu glauben, dass Wolfsburg tatsächlich einen Meistertitel auf dem Briefkopf stehen hat. Noch unglaublicher, dass sich das Team von Saddam Magath unter Umständen noch für die Europa-Liga qualifiziert, und sich Magath für seine fragwürdigen Methoden feiern lassen darf. Deshalb wäre uns ein schnödes 0:1 allemal lieber als ein spektakuläres 4:4. Denn Bayern als Meister will nun wirklich kein Mensch.

SC Freiburg – 1.FC Nürnberg: Das Baden-Franken-Derby 2:2

Hamburg, Lautern, Leverkusen – das alles ist nichts wert, wenn heute nicht der „nächste Badenstreich“ gegen Nürnberg folgt. Das Team von „Crazy“ Streich kann zwar im direkten Trainingsanzugsvergleich gegen „das Team aus der Noris“ (kicker) nicht mithalten, fußballerisch müsste man das Team allerdings in seine Schranken verweisen können. Extralob gibt es für den ersten der Pinola den Ball durch die Beine spielt und dabei den Namen seines Frisörs verrät.

1.FC Kaiserslautern – 1899 Hoffenheim: Das (Kur-)Pfalz-Derby 1:2

Schneider3 beantwortet derzeit keine Fragen zum Verein seiner Herzen, wer möchte es ihm verdenken. Dieses Beispiel sollte Schule machen, wir folgen ihm als erste.

So, 13:30 Uhr

VfL Bochum – Karlsruher SC: Das Noch-Mehr-Ex-Bundesligisten-Derby 0:0

Zwei ehemalige Bundesligaclubs, zwei Vereine, die UEFA Cup-Geschichte geschrieben haben und jetzt vor dem Abgrund stehen. Bochum rettet derzeit noch die Tatsache, dass die Hälfte der zweiten Liga noch desolater kickt als das Team von Andreas Bergmann. Karlsruhe steht mehr unter Druck und greift in seiner Verzweiflung auf Spieler wie Delron Buckley zurück, dessen große Bochumer Zeit auch schon ein gefühltes Jahrzehnt zurückliegt.

So, 15:30 Uhr

FC Schalke 04 – Hannover 96: Das Ausgeschiedene-Derby 3:0

International vorerst gescheitert, national so gut dabei, dass es nächste Saison international weitergehen könnte – alles deutet auf ein torloses Unentschieden zwischen müden Schalkern und noch müderen Hannoveranern hin.

Mo, 15:00 Uhr

SV Bonlanden – SSV Reutlingen: Das Nachholspiel-Derby 1:2

Kurze Anreise für den SSV und seine Fans: Erst auf die B 464, dann auf die B27/312 bis zur Abfahrt „Filderstadt-Bonlanden“. An der Kreuzung rechts, unter der B27/312 durch auf die Bonländer Hauptstraße. Der bis zur Buchhandlung Oesterlin in der Ortsmitte folgen, dort wieder rechts auf die K 1224 und an der nächsten Kreuzung links in die Humboldtstraße, zwei Weizen in der Sportgaststätte Bonlanden und schon kann’s losgehen. Mehr Service geht nicht, oder?

Foto: KOMUnews/flickr.com

Über den Autor: esleben

Verrät als Freiburg-Fan Heimat wie auch Elternhaus und trinkt ansonsten ausschließlich Veuve Clicquot. Wer wohnt schon in Düsseldorf? Mehr über Esleben auf Google+

Das Derby der 3-Jährigen

Nur noch knapp 14 Tage, dann geht es endlich wieder los! Auf dem Programm am 15.4. steht der Preis der 3-Jährigen auf der wunderschönen Galopprennbahn zu Düsseldorf. Bier und Wurst sind vom Feinsten, und die Gattin darf sich auch mal wieder hübsch machen. Wer was auf sich hält geht natürlich mit Hund oder Hut und sehr viel Geld in den Taschen. Aber bis es soweit ist, müssen wir halt weiter Fußball glotzen, da gibt’s ja auch noch ein paar Derbys.

Freitag

18:00 Uhr: Eintracht Frankfurt – VfL Bochum. Das Fünf-Liter-Faß-Derby 3:0

Während Papa La Papp mal wieder ein gemütliches Wochenende mit den Schwiegereltern verbringt, und Goldschuhe aus allein in seiner kleinen Welt vor dem Fernseher sitzt, bricht der Don zum großen Abenteuer „Waldstadion“ auf. Früher wurde die Anreise im Regionalexpress bewerkstelligt, mit einem Fünf-Liter-Faß pro Nase als treuem Begleiter. Heute reist der feine Herr Hausbesitzer etwas bequemer, aber nicht weniger laut – also für alle im gleichen Waggon. SMS-Dauerfeuer vorprogrammiert: „Chicks unlimited! Go! Go!“

20:30 Uhr: Borussia Dortmund – VfB Stuttgart. Das schwarz-gelbe Derby 4:4

Mats Hummels ist ein großer Sympath und guter Innenverteidiger. Der Versuch auf seiner Website, dem VfB Stuttgart schwarz-gelbe Wurzeln nachzuweisen, ist zwar etwas unbeholfen, aber „vom Ding her“ (J. Palminger) natürlich eine gute Idee. Für die Bedienung seiner Website braucht man zwar mindestens einen Hochschulabschluss, der Artikel ist trotzdem lesenswert (Und für Schwaben natürlich ein ganz alter Hut!).

Samstag

15:00 Uhr: Kehler FV – SSV Reutlingen. Das Sebastian-Kehl-Derby 3:1

Kehl heißen nicht nur VerräterFußballprofis, in Baden gibt es sogar eine Stadt, die so heißt. Bevor hier Verwirrung aufkommt, die Stadt war vor dem ehemaligen Nationalspieler da, auch wenn der den schönen zweiten Vornamen Walter trägt. In Kehl trafen sich übrigens mal die europäischen Regierungschefs und warteten Ewigkeiten auf den Präsidenten des AC Mailand, weil der am Telefon hing. Mehr muss man über diese Stadt und den Gegner der 05er nicht wissen.

15:30 Uhr: 1.FC Kaiserslautern – Hamburger SV. Das „Früher war alles besser“ Derby 0:1

Abstiegsendspiel, die 1000. Während Kaiserslautern halbwegs erprobt im „Mit dem Rücken an der Wand“-stehen ist, sucht man in Hamburg noch nach Identifikationsfiguren wie „Uns Uwe“. Lautern dürfte dagegen auf „Dem Fritz sei Wetter“ und wir auf ein schmutziges 0:0 hoffen.

Bayer Leverkusen – SC Freiburg. Das Robin Dutt-Derby 0:2

Laut dem seriösen Nachrichtenmagazin Express lautet die Devise für Robin Dutt heute „Siegen oder fliegen“. Nur blöd, dass auf seinem Platz in Freiburg inzwischen einer sitzt, der ebenso sympathisch wie verschroben-verrückt ist, und Freiburg das zurückgebracht hat, was unter Dutt und Sorg verloren wurde: irgendwie anders als der Rest zu sein. Auf den Markenkern konzentriert könnte man sagen, wüsste man nicht, dass kurzzeitig Namen wie Falko Götz in der Winterpause im Raum standen und Streich den Job um ein Haar nicht angetreten hätte. „Solche Geschichten schreibt eben nur der Fußball“ (Alle TV-Kommentatoren)

Sonntag

17:30 Uhr 1899 Hoffenheim – FC Schalke 04. Das Tönnies-Hopp-Derby 1:1

Clemens Tönnies und Dietmar Hopp, wer solche Präsidenten – oder wie auch immer sich die Funktion der beiden nennt – hat, braucht keine Feinde mehr. Zum Glück schafft sich Hoffenheim mit Hilfe des Neu-Manager Markus Babbel langsam selbst ab, während Schalke unter Huub Stevens droht, tatsächlich mal wieder einen Titel zu gewinnen. Spätestens dann errichtet die „blau-weiße Volksseele“ (Dahlmann) dem „Knurrer von Kerkrade“ (ebd.) ein Denkmal vor der Arena. Ohnehin der einzig vorzeigbare Platz der „Stadt“ Gelsenkirchen. Außer dem Fliegenpils in Buer natürlich…

Foto: barockschloss/flickr.com

Über den Autor: esleben

Verrät als Freiburg-Fan Heimat wie auch Elternhaus und trinkt ansonsten ausschließlich Veuve Clicquot. Wer wohnt schon in Düsseldorf? Mehr über Esleben auf Google+

Derby? Leider geil!

Und heute schön vor der Champions League und Europa League-Auslosung abgehangen? Aber mal ehrlich, wen interessieren Spiele zwischen dem AC Milan (Berlusconi) und Barcelona, zwischen Alkmaar und Valencia, wenn man jede Woche ein Top-Angebot an rasigen Derbys vorgesetzt bekommt? Echte Leckerbissen winken an einem Wochenende, an dem die Sonne so schön scheint, dass man eigentlich nichts besseres tun kann, als zu grillen und WDR2 zu hören. Außer ins Stadion gehen.

Fr, 18:00 Uhr

Eintracht Frankfurt – Dynamo Dresden (Das Bestrafte-Derby) 3:0

Dynamo Dresden verkauft für das Geisterspiel gegen Ingolstadt mehr Tickets als das „Glücksgas“ (Hallo, geht’s noch?)-Stadion Plätze fasst, Frankfurt bekommt zeitgleich mal wieder eine Strafe aufgebrummt und dann ist da ja noch die „Bomben auf Dresden“-Geschichte aus dem Hinspiel. Sportlich dürfte sich Frankfurt jedenfalls keine Blöße geben, auch wenn der Deathhammer diese Woche wohl Zuhause bleiben muss.

Sa, 15:00 Uhr

FV Illertissen – SSV Reutlingen (Das Württemberg-Derby) 4:0

Überragender Rückrundenstart für den SSV Reutlingen: Erstes Spiel ausgefallen, zweites Spiel Zuhause verloren, jetzt nach Illertissen. Dort hat man durchaus noch „Tuchfühlung“ zu den Aufstiegsplätzen, der im Falle des vom DFB so überragend organisierten Amateurfußballs nur ein Aufstiegsplatz ist. Nur gut, dass Reutlingen damit nichts mehr zu tun hat.

Sa, 15:30 Uhr

BVB – Werder Bremen (Das Trainingsanzugträger-Derby) 1:0

Warum sind Jürgen Klopp und Thomas Schaaf sympathischer als z.B. Fink und Labbadia zusammen? Nein, nicht das fehlenden „Bayern-Gen“! Weil sie, wie es sich für einen „Übungsleiter“ gehört, im Trainingsanzug am Spielfeld stehen. Was Kloppo seine „Pöhler“-Mütze, ist Schaaf sein ewiger Werder-Kapuzenpulli in den Modefarben Kackbraun oder Fitnessstudio-Grau. Wie wichtig derartiges Auftreten ist, haben bei der Europa League-Auslosung übrigens die Vertreter von Kharkiv bewiesen.

HSV – SC Freiburg (Das Nord-Süd-Derby) 1:3

Das traditionsreiche Nord-Süd-Derby zwischen Hamburg, dem „taumelnden Bundesliga-Dino“, und Freiburg geht in eine neue Runde. Streich wird wie immer die Brutalität der Bundesliga beklagen, egal ob drei Punkte geholt werden oder mal wieder ein schönes 0:0 abgeklemmt wird. Eine Niederlage in Hamburg sollte derzeit allerdings die sofortige Demission aller Verantwortlichen bei Freiburg nach sich ziehen, oder SchlimmeresBrutaleres…

So, 13:30 Uhr

MSV Duisburg – VfL Bochum (Das Enttäuschende Ex-Erstligisten-Derby) 2:1

Duisburg gegen Bochum, eine Party, die zumindest echten Lokalkolorit versprüht. Ein schönes Stadion mit leider beknacktem Namen, wahrscheinlich gutes Wetter und trotzdem dürften etliche Plätze frei bleiben. Zu enttäuschend ist das, was beide Mannschaften diese Saison „anbieten“ (T. Schaaf). Der Verlierer darf sich wenigstens die Bezeichnung „Grauste aller Mäuse“ ans Revers heften.

So, 15:30 Uhr

FCK – S04 (Das Marco Kurz-Derby) 1:4

Drei Jahre lang hat der gebürtige Schwabe Marco Kurz für Schalke gekickt, und in dieser Zeit tatsächlich den UEFA-Cup gewonnen. Wenigstens kann sein Team heute kostenlosen Anschauungsunterricht im Toreschießen nehmen, Huntelaar hat in dieser Saison in der Bundesliga mehr Hütten gemacht als alle Kaiserslauterer zusammen. ALLE. ZUSAMMEN!

Foto: Thomas Fisher Rare Book Library/flickr.com

Über den Autor: esleben

Verrät als Freiburg-Fan Heimat wie auch Elternhaus und trinkt ansonsten ausschließlich Veuve Clicquot. Wer wohnt schon in Düsseldorf? Mehr über Esleben auf Google+

Lieber Derby als darben

Letzte Woche noch sträflich wegen Winterpausenblues und Dschungelcamp-Fieber vernachlässigt, gibt’s diese Woche wieder die brandheiße Vorschau auf die anstehenden Derbys. Die fällt allerdings reichlich kurz aus, weil die zweite Liga derzeit pausiert. Wieso, weiß mal wieder kein Mensch…

Sa, 15:30 Uhr:
Dortmund – Hoffenheim (Das „Nachhaltigkeits“ Derby)

Wenn der wiedererstarkte Fastpleitier gegen den Emporkömmling aus dem Kraichgau antritt, kann man wieder einmal den Unterschied zwischen Traditionsverein und gekaufter Tradition bewundern. Volle Hütte in Dortmund, nur im Hoffenheimer Fanblock dürften noch reichlich Plätze übrig sein, auch wenn Crescendo Hohenlohe vollzählig antritt. Spätestens seit Tom Starke zum verbalen Rundumschlag gegen das Hoffenheimer Publikum ausgeholt hat, weiß man: mehr als 1000 Fans können da gar nicht kommen…

Augsburg – Kaiserslautern (Das „Sechs-Punkte“ Derby)

Jos „Der lächerliche Schnauz“ Luhukay gegen Marco „Kapuzenpullover“ Kurz. Letzterer hat seit einem durchaus lesenswerten Interview mit den 11 Freunden ziemlich an Kontur gewonnen. Das kann man von seinem Gegenüber nicht behaupten, da kann er so oft er möchte den „Power-Mischi“ auf die Tribüne setzen. Besonders unangenehm für mich als Freiburger sind die Auftritte des ehemaligen SC-Managers Andreas Rettig an seiner Seite, der schon in Köln bewiesen hat, dass er der schlechteste Verlierer der Welt ist und eigentlich permanent die beleidigte Leberwurst spielt.

Sa, 18:30 Uhr:
Köln – Schalke (Das „Jecken-Knappen“ Derby)

Wundertüte Köln gegen Huubs Knappen. Die sind in der Winterpause standesgemäß Unter Tage gewesen, lieferten der Presse damit tolle Bilder und bauchpinselten die eigene Klientel in Sachen „Malocher-Image“. Wer allerdings das dritte Tor gegen Stuttgart letzte Woche gesehen hat, dem dürfte klar sein: diese Zeiten sind vorbei. Auch wenn der Knurrer von Kerkrade wieder auf der Bank sitzt.

So, 15:30 Uhr
Mainz 05 – Freiburg (Das „Rumpelstilzchen“ Derby)

„Folgt der nächste Streich?“ „Baden-Streich für Tuchels Mainzer?“ Man braucht gar nicht in die Zeitungen zu schauen, um sich die Schlagzeilen vor dem Duell der Trainer-Rumpelstilzchen auszumalen. Für Tuchel und Streich wäre es jedenfalls besser, wenn ihre Coachingzonen innen mit Gummi ausgekleidet wären. Das hätte auch den Vorteil, dass ihnen so der Zugriff auf den „vierten Offiziellen“ verwehrt wäre, zu dessen ganz speziellem Freundeskreis ja der Gauleiter „Fußball Rheinhessen“ im besonderen gehört.

Spielfrei: Eintracht Frankfurt, VfL Bochum, SSV Reutlingen

Foto: *Debs*/flickr.com

Über den Autor: esleben

Verrät als Freiburg-Fan Heimat wie auch Elternhaus und trinkt ansonsten ausschließlich Veuve Clicquot. Wer wohnt schon in Düsseldorf? Mehr über Esleben auf Google+