Zitat des Tages (XI)

Blatter, Sepp (Menschenfreund)Der allmächtige Fifa-Sepp Blatter hat diese Woche erneut unter Beweis gestellt, was für ein großer Menschenfreund er ist. Im Zuge des Confederations-Cups ist es nämlich zu Beschwerden seitens einiger Spieler über den herrschenden Lärm in den südafrikanischen Stadien gekommen. Da sah sich Super-Sepp genötigt, sowohl die Spieler als auch seine afrikanischen Freunde in bester Kolonialherren-Manier in Schutz zu nehmen. Namentlich der Spanier Alonso und der Brasilianer Robinho (Eh ein ganz großer Sympath), zwei Spieler aus der ach so stimmungsvollen Premier League also, hatten sich am Rande ihrer Confederations Cup-Spiele über den Lärm der lautmalerisch Vuvuzuelas genannten Tröten beschwert, ganz im Sinne eines “WM in Afrika? Okay, aber zu unseren Bedingungen!”. Dass es das nicht geben wird, macht Menschen- und Afrikanerfreund Sepp Blatter mit wenigen, dafür aber umso bedachter ausgesuchten Worten klar:

Die Fifa ist durchaus besorgt über den Lärm, der auch im Fernsehen dauernd zu hören ist.

Aber:

Wenn man nach Afrika geht ist es eben laut. Ich habe immer gesagt: Fußball ist Trommeln, Rhythmus, Tanzen!

Im Klartext: brasilianisches Sambagetrommel ist gut, südafrikanisches Getröte “sogenannter Fußballfans” (Wer wohl?) ist schlecht, weil dadurch die Fernsehübertragungen gestört werden. Offener hat der Blatter-Sepp die Mechanismen seiner Gelddruckmaschine WM noch nie offen gelegt. Übrigens, Herr Blatter, dass der Schwarze auch geren schnackselt, haben sie in ihrer Kurzzusammenfassung des “Afrikaners” glatt vergessen.