Rückblick: Der 2. Spieltag

http://www.bundesliga.de/deDer zweite Spieltag bringt erste Konturen in die Bundesligatabelle.

Am Freitag zeigen Hannover und Cottbus Fußball zum Abgewöhnen. Hannover scheint an den eigenen Ansprüchen zu scheitern, während Cottbus seinen unattraktiven Erfolgsfussball der letzten Saison wiederentdeckt hat.

In Bremen lassen sich die offensivstarken Hausherren von den ambitionierten Schalkern 2 Punkte klauen. Beiden Teams hilft das wenig, beide können sich kein größeres Punktekonto gegenüber den Bayern aufbauen. Pizarro zeigt allerdings direkt, was für ein gefährlicher Eddie er ist. Und überhaupt ist der Bremer Sturm in Qualität und Quantität nicht zu überbieten: Pizarro und Rosenberg als 1. Sturmreihe, Almeida und Sanogo dahinter sowie mit Hunt und Harnik ein drittes bundesligataugliches Sturmduo – das würde selbst für ein Eishockey-Team völlig ausreichen.

Im Spiel HSV-Karlsruhe fällt das Zitat des Tages von Eigentorschütze Sebastian Freis: “Ein tolles Tor, besser hätte man den nicht machen können!” Der einzig sympathische Mann einer dauermauernden Karlsruher Mannschaft.

Stuttgart geht gegen Leverkusen unter und Helmes zeigt, dass er im Gegensatz zu Gomez eine Chance im Nationaldress verdient hat. Lehmann hadert wieder einmal mit allem, nur nicht mit sich selbst. Dieses Mal ist es der Rasen, der ihm einen Streich spielt – der Ball scheint als Entschuldigung also ausgedient zu haben. Selbstkritik Fehlanzeige, aber das ist halt auch nix neues bei ihm.

In Berlin macht der blinde Wichniarek seine dritte Hütte im zweiten Spiel. Das Strohfeuer dürfte also bald abgebrannt sein. Berlin zeigt einmal mehr, dass die Mannschaft, die Pantelic aus dem Spiel zu nehmen versteht, eigentlich locker gegen Hertha gewinnen müsste.

Dortmund gegen Bayern – wer hier nicht 1:1 tippt, hat bei einem Tippspiel nichts verloren. Van Bommel sieht zu Recht gelb-rot und Luca Toni versucht, seinen x-ten Elfmeter herauszuschinden. Klose weiter desolat. Nichts neues also im Westfalenstadion.

Hoffenheim gegen Gladbach – so egal dieses Spiel eigentlich ist, es kürt den Dorfclub doch zum Tabellenführer. Ibisevic wurde vom Kollegen nullvier vor der Saison in höchsten Tönen gelobt – aber wer Hoffenheimer Spieler im Kickerteam hat, trägt auch heimlich Damenunterwäsche.

Gleiches gilt für Spieler der Werkself aus Wolfsburg, die am Sonntag, ebenso wie die Bochumer, zwei unterschiedliche Halbzeiten hinlegen. Wo andere Vereine eine 2:0 Führung locker über die Bühne schaukeln, bringt sich die graue Maus selbständig und unnötig um den erlegten Käse. Das 2:2 ist letztens Endes für die gut in die Partie gestarteten Bochumern sogar noch als glücklich zu bezeichnen, und das nicht nur aufgrund des irregulären zweiten Treffers.

Im zweiten Sonntagsspiel brechen sich Kölner und Frankfurter gegenseitig einen ab. Köln nicht zwingend genug, Frankfurt einmal mehr desolat: 1 Chance, 1 Tor, nennt man zwar häufig und gerne auch Cleverness, aber hier muss man eindeutig von Glück sprechen. Kein Spielaufbau, keine Spielzüge, kein Zug zum Tor und keine Torchancen. Die Verzweiflung Funkels zeigt sich alleine schon darin, dass er tatsächlich Caio einwechselt, der sogar für etwas Belebung sorgt und den Ausgleich einleitet. Bitte den vollblinden Tosci an der nächsten Bushaltestelle aussetzen und dafür den Pummelbrasilianer bringen. Kollege Daum ist hinterher zu recht stark ziemlich angefressen. Auf den Rängen geht es während des Spiels auch hoch her, da die Kölner mit ihrem neuen Capo nicht so ganz einverstanden zu sein scheinen. Näheres dazu hier

Über den Autor: Don

Mag Bier und Heavy Metal genau so gerne wie Eintracht Frankfurt. Bis 5 Uhr in der Bochumer Pinte anzutreffen. Spinnt.