Stilblüten: Bela Rethy

“Balotelli blieb ein bisschen blass heute.”

via bestofbelarethy

Über den Autor: esleben

Verrät als Freiburg-Fan Heimat wie auch Elternhaus und trinkt ansonsten ausschließlich Veuve Clicquot. Wer wohnt schon in Düsseldorf? Mehr über Esleben auf Google+

Gerard Pique Bernabeu

Gerard Pique Bernabeu*, so lautet der vollständige Name des derzeitigen Lebensgefährten der Popsängerin Shakira. Tom Bartels sei dank wurden wir gestern mehrfach auf diesen Umstand hingewiesen. Dabei wussten wir lange Zeit nicht, wen er damit meint. Ständig sprach Bartels von Pique als Pike und das mit einer Beharrlichkeit, die an Rolf TöpperwahnswiensAndrösen„-Stunt erinnerte. Dabei hätte sich Bartels doch vorab informieren können, nicht zuleetzt bei den Spaniern selbst. Dort hält man viel davon, die Namen der Spieler bei der Em 2012 richtig auszusprechen. Auf fundeu.es kann man sich deshalb den Namen jedes einzelnen, für die EM 2012 nominierten Spielers wieder und wieder vorsagen lassen. Dass dabei keine multilingualen Sprachgenies zu Wort kommen, sondern echte Muttersprachler ist ein weiterer Pluspunkt. Bela Rethy hätte hier zum Beispiel nachhören können, dass der niederländische Torwart mitnichten „Stehekelenburg“ ausgesprochen wird.

Apropos Vorbereitung! Mitlerweile dürfte schon so ziemlich jedes Medium außer uns über die famose neue Website marcel-ist-reif.de berichtet haben. Sogar auf Usedom bei Spacekadettin Kathrin und Twitter-Titan Olli war die Seite schon Thema. Um was geht’s: Auf marcel-ist-reif.de kann jeder, der sich für befähigt hält, selbst zum Mikrofon greifen und ein Spiel der Europameisterschaft nach Lust und Laune kommentieren. Momentan frage ich mich zwar gerade, was aus der schönen Seite wird, wenn der Ball wieder in der Bundesliga rollt und nicht geschätzte 80 Millionen Menschen die Möglichkeit haben, alle Spiele zu sehen, trotzdem müssen wir da natürlich auch mal vors Mikro treten. Guru äußert zwar die Befürchtung, dass uns da keiner zuhört, aber dieses Gefühl kennen wir ja schließlich schon aus unserem schönen Blog hier. Wir halten euchuns auf dem Laufenden, wann wir dort das erste Mal mit unserem nicht vorhandenen Fußballsachverstand auftrumpfen werden.

UEFA, ARD, ZDF, Jürgen Drews und Roger Cicero dürften seit gestern ebenfalls um eine Erkenntnis reicher sein. EM-Hits werden nicht im Studio gemacht, sondern im Stadion gesungen. Denn das, was die irischen Fans gestern beim Stand von 0:4 (übrigens genau das Ergebnis, das ich vorausgesagt habe) gesungen haben, war ein verdammter Hit. Mit Gänsehaut-Garantie! Wobei man hier den Bogen schlagen muss zu Tom Bartels. Angesichts dieser Stimmgewalt verstummte Bartels während der Übertragung mehrere Minuten lang und meldete sich erst wieder, als der Schiedsrichter zum Schluss gepfiffen hatte. Dafür verzeihen wir ihm auch jeden Pike. (Na ja! Fast…)

18 Uhr, Donetsk, Donbass Arena

Favorit Frankreich (Wettbüro Buxe) muss heute gegen den Gastgeber Farbe bekennen. Erste Hausaufgabe dürfte es sein, den kurzen Pfosten bei Ecken zu decken. Danach Shevchenko aus dem Spiel nehmen und dann mal mit so etwas wie Tempo aufs gegnerische Tor spielen. Irgendwie fehlt mir aber der Glaube daran, dass bei Frankreich ausgerechnet gegen den Co-Gastgeber und 50.0000 Fans der Knoten platzen sollte. Mein Tipp: 1:1

20:45 Uhr, Kyiv, NSK „Olympiyskiy“

Angesichts der Leistungen beider Teams im ersten Spiel könnte das hier eine kleine Zeitreise werden. In die Zeiten des Kick & Rush nämlich. Auf dem Feld dürften ja mehrheitlich in England beschäftigte Spieler stehen, denen bei ihren ersten Auftritten doch vieles fehlte, was modern spielende Mannschaften derzeit ausmacht. Mein Tipp: 0:0 nach der schlechtesten Partie seit EM-Beginn der Menschheitsgeschichte.

* Womit auch geklärt wäre, warum er auf seinem Trikot nur den Namen Pique trägt. Bernabeu käme in Barcelona wohl einfach nicht so gut an…

Bild: galkiux/wikipedia.org

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Rio Ferdinands Bruder und die BBC

Küsschen für Slaven Bilic, Mario Gomez liegt sich wund, die Iren sind doch zu schlagen und KMHs „Blazer“ ist purer Augenkrebs. Der dritte Vorrundenspieltag brachte auch den ersten Einsatz für die wunderbare Seebühne bei Usedom. Ich freue mich jetzt schon auf den ersten Regenguss an der Ostsee, dann wird Oliver Kahn bestimmt noch sauertöpfischer in die Sonne schauen. Heute darf er dabei den ersten Auftritt des zweiten Gastgeberlandes beäugen und das potentielle Viertelfinale England – Frankreich bestaunen.

18 Uhr, Donezk, Donbass Arena

Das schöne an einer EM ist doch, dass keine Mannschaft die Möglichkeit hat, sich bei einem lockeren Auftaktmatch gegen z.B., San Marino warm zu schießen und den Grundstein für einen EM-Torschützenkönig zu legen. Stattdessen kommt es hier zu Vorrundenspielen, die bei der WM auch als Viertelfinale gut wären. John Terry TwatWährend Frankreich sicher zu den Titelfavoriten zu zählen ist, haben die Engländer in ihrer Vorbereitung alles dafür getan, glorios zu scheitern: Mit Spielern, die ihre Gegenspieler rassistisch beleidigen; Trainern, die diese Tatsache nicht wahrhaben wollen und lieber zurücktreten als Konsequenzen zu ziehen. Dazu einige wichtige Verletzte und einen altgedienten Verteidiger, der zu Hause bleiben muss, weil sein Bruder das Ziel der rassistischen Angriffe war. Und jetzt geht es als erstes gegen Frankreich. Kein Wunder, dass es im „Fußballmutterland“ (Kicker) Stimmen gibt, die fordern, den Mannschaftsbus vor dem Tor zu parken und vorne auf ein Zufallstor zu hoffen.

20:45 Uhr, Kyiw, Olympic Stadium

Das blau-gelbe Derby zwischen der Ukraine und Schweden dürfte wieder zum Endspiel der „lucky loser“ (S. Hannawald) deklariert werden, mit der vermeintlich leichteren Aufgabe für die Schweden. Die „Nordmänner“ (kicker) bieten jedenfalls genug Schmachtpotential für KMH, während die Namen der ukrainischen „Equipe“ (ebd.) für jeden Bela Rethy dieser Welt eine Herausforderung sind. Trotzdem gehe ich jede Wette ein, dass man hier dem ersten „torlosen Unentschieden“ – vermutlich der weniger guten Sorte – der EM gewahr werden wird.

Bis dahin zum Nachdenken die nicht unumstrittene BBC-Doku „Stadiums Of Hate“, die sich mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in den Stadien der beiden Gastgeberländer auseinandersetzt.

via testspiel.de

Foto: Marco Fieber/flickr.com

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Fuck Forever

Pete Doherty aufm PlatzBevor´s ein anderer schreibt, mach´s ich, man muss eben auch mal da hin gehen, wo es weh tut: Nach der „historischen“ Niederlage gegen England, bei der die Sieger im deutschen Team „Ballack und Frings“ (Rethy, mehrfach, trotz angedrohter Unterlassungsklage) heißen, ist die WM-Qualifikation (oder wofür qualifizieren die sich gerade? Man wird ja ganz wirr im Kopf beim momentanen Fußballoverkill, und es soll ja durchaus noch schlimmer werden) stark gefährdet. Die Engländer hingegen könnte wohl nur noch die Nominierung eines Mannes stoppen, der demnächst mal wieder Konzerte geben will. Videos und Tourdates nach dem Klick!

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