58 Jahre alt ist Reinhold Beckmann vor kurzem geworden, da muss man dem Mann eine kleine „midlife crisis“ zugestehen. Man hätte es jedenfalls schon früher ahnen können, der Typ ist ein Rocker, Stichwort: rote Jeansjacke. Und in dieser Funktion tritt er jetzt als Musiker an die Öffentlichkeit. „Bei allem sowieso vielleicht“ heißt sein Debütalbum, zwölf Songs voller Pennälerwitze eines Ü-50-Jährigen, der nach jedem Dekolleté schielt.
Kategorie: Zivilisationsmüll
Wir sind schlau, wir sind Fans vom …
Endlich opfert sich jemand und klärt uns darüber auf, welcher
AGVerein in der Fußballbundesliga die schlausten Fans hat. Xing, das Facebook für BWLer, hat sich die Mühe gemacht und knallhart ausgewertet. In welcher Kurve findet man den höchsten Akademikeranteil, wo stehen die meisten Vorstände mit dem Doppelhalter im Gästeblock und wohin geht der dumme Pöbel? Das Ergebnis ist in Teilen überraschend, in Teilen nicht, bestätigt lieb gewonnene Vorurteile und ist insgesamt ein großartiger Schmarr’n um sich den Montagmorgen zu versüßen.
Wenn aus Halbangst ein Hit wird
Die wichtigste Zeit des Jahres steht an! Nein, nicht das Achtelfinale in der Champions League, Karneval! Jede „Session“, wie man hier im Rheinland sagt, hat dabei ihren eigenen heimlichen oder auch ganz offensichtlichen Hit, der sich durch zwei Dinge auszeichnet: Musikalische Einfachheit prallt auf textliche Schlichtheit, die auch jenseits der Zwei-Promille-Grenze leicht mitzusingen ist. Einer der Hit-Kandidaten für die Session 2014, Motto: „Düsseldorf mäkt sech fein“, versucht seine Fans dort abzugrasen, wo man normalerweise mit mehr Promille als das Führen eines Fahrzeugs erlaubt aus Leibeskräften singt: beim Fußball, genauer: Fortuna!
Dezidierte Meinung
Pitch Invasion, der tierischen Art. In Argentinien hat ein herrenloser Hund seine Meinung zum Fußball im allgemeinen und der Leistung des HSV von Bayer Leverkusen (bitte Verein deiner Wahl einsetzen) kundgetan. Ob einer der Beteiligten Halbangst hatte, wissen wir leider nicht…
(via Nerdcore)
Torjubel grotesk
Das kommt davon, wenn man der Meinung ist, selbst bei Spielen, deren Niveau höchstens der Kreisliga entspricht, seinen Torjubel wie die Großen zu zelebrieren und irgendetwas „Besonderes“ zu machen. Ungefähr so nötig wie bunte Schuhe.
(via Testspiel)
„Al doilea joc“: Fußball als Allegorie
Man hat als Blogger ja auch einen Kulturauftrag zu erfüllen. Diesen Anspruch wollen wir mit diesem Beitrag Folge leisten. Wer also mit dem europäischen Autorenkino im allgemeinen und dessen osteuropäischer Schule im Speziellen seine Schwierigkeiten hat, kann jetzt in einem unserer mehr als 700 (Schulterklopfen!) anderen Artikeln stöbern. Wer sich allerdings gerne alte Spiele anschaut, Duelle zwischen Spitzenteams womöglich, und sich davon auch nicht durch ein zähes 0:0 abschrecken lässt, der ist mit „Al doilea joc“, dem Berlinale-Beitrag des rumänischen Regisseurs Corneliu Porumboiu, bestens bedient.
Musica brasileira mit Ronaldinho
Die Deutsche Meisterschaft ist entschieden, die „beste zweite Liga aller Zeiten und aller Zeiten, die noch kommen mögen“, Champions und Europa League noch im Winterschlaf – genau der richtige Zeitpunkt, sich langsam, aber stimmungsvoll auf den Höhepunkt des Jahres einzustellen: Die Fußball-WM 2014 in Brasilien. Ein „Fest der Lebensfreude“ wird uns dort erwarten! Ein Claim, den wir jetzt schon mal allen TV-Kommentatoren vorweg nehmen wollen. Dann brauchen sie sich schon nicht damit schmutzig machen. Service, I said it before!
Falsche Ratschläge von Jessica Kastrop
Was liest man nicht alles, wenn einer eine Reise tut? Zum Beispiel greift man sich aus dem Bücherregal der Frau das einzige Buch, dessen Titel annähernd mit dem Thema „Fußball“ verknüpft ist. „Liebe in Zeiten der Champions League“, ein Ratgeber von Jessica Kastrop mit den „besten Beziehungstipps für fußballgeplagte Frauen“. Als ob meine Frau diese bei der ihr angeborenen, allumfassenden Ablehnung allen Fußballerischen gegenüber bräuchte. Das Buch, ein Geschenk, hat sie wohl nie ganz gelesen. Ich auch nicht! Aus Gründen!
Tipps & Tricks mit St. Vincent
Service, in Großbuchstaben haben wir uns fürs Jahr 2014 auf die Fahnen geschrieben. Den Anfang macht Sängerin und Songwriterin Annie Clark besser bekannt als St. Vincent, die uns ihren Lieblingstrick erklärt: der „Rainbow“, eine Übung an der der Verfasser dieser Zeilen bis heute scheitert. Film ab!
Unschöne Szenen, Teil 85
Weiter Programm auf Sparflamme, aber wie heißt es so schön: Bilder sagen mehr als Worte. Und ab…