50 Jahre Winterpause

6790583469_e809abb984Gestern gab es den finalen fußballerischen Akt des Jahres 2012. Wir waren dabei und durften im Bochumer Ruhrstadion, immer noch das schönste Stadion Deutschlands, den Witz des Jahres erleben: Marcel Maltritz macht zwei Hütten gegen 1860 München. Ich wiederhole: Marcel Maltritz macht zwei Hütten gegen 1860 München. Vor und hinter uns auf der vollen Osttribüne rief dieser Fakt auch nur ungläubiges Kopfschütteln und Achselzucken hervor. Nur um dann doch, wenn auch verhalten, in den Chor „Marcel Maltritz Fußballgott“ einzustimmen. Dem Gelobten war das am Ende sichtlich peinlich. Schön, wenn ein Spieler seine Fähigkeiten so gut einschätzen kann.

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Verrät als Freiburg-Fan Heimat wie auch Elternhaus und trinkt ansonsten ausschließlich Veuve Clicquot. Wer wohnt schon in Düsseldorf? Mehr über Esleben auf Google+

Mit Sicherheit unterhaltsamer

Ihr wartet gespannt auf das Ergebnis der heutigen Verhandlungen in Sachen DFL-Sicherheitspapier? Wie verfahren die Situation mittlerweile ist, hat gestern Abend ausgerechnet das DSF gezeigt. Im „Fantalk“ – ich weiß, schlimmste Sendung der Welt – saßen sich unter anderem Peter Neururer und Hansi Küpper gegenüber. Peter Neuruer repräsentierte dabei die Haltung der aufgekratzten Medien und Innenminister, die ernsthaft der Meinung sind, in deutschen Stadien wäre es nicht nur nicht sicher, sondern geradezu gefährlich, gerade für Familien, die mit Kindern ins Stadion gehen. Hansi Küpper, also ein Angehöriger der „Medien“ musste daraufhin Neururer auf den Boden der Tatsachen bringen und an unangenehme Zeiten erinnern, in der definitiv noch ein anderes Publikum in den Stadien unterwegs war. Zwischen diesen beiden, höchst konträren Meinungen gilt es heute für die Vereine, die DFL und die Politik zu vermitteln.

Anyway, wie wir Medienarbeiter sagen, bis es zu einem Ergebnis kommt – mit dem ich heute sowieso nicht rechne – kann man sich die Zeit auch mit den schönen Seiten des Fußballs und des Sports vertreiben. Als kreative Menschen habt ihr euch vielleicht schon mal auf Tumblr rumgetrieben, das Poesiealbum für den urbanen Großstädter, für den gilt „Am Wochenende Pitch, machste mit?“ – also so wie für ihn hier. Jedenfalls gibt es dort sehr empfehlenswerte Blogs, die stundenlange Zerstreuung anbieten.

Und damit meinen wir ausdrücklich nicht nur den Kollegen benditlikebender, der Tumblr eher als Blogsoftware nutzt, sondern auch Seiten wie „cronologiafutbolistica„. Hier wird täglich Fotomaterial aus den fußballerisch ziemlich verklärten 80er und 90er Jahren gepostet, wunderbare Bildchen  findet man darunter, hier nur eine klitzekleien Auswahl der schönsten:

Okay, Copyright-mäßig ist das Ganze vielleicht keine astreine Sache, dafür umso schöner anzuschauen.

Dem visuellen Menschen, der auf Facebook nur liket, wenn es ein Bild zu sehen gibt, bietet auch der Tumbl „The Agony of Defeat“ anschauliches Material. Der Titel verrät es schon, hier werden nur Bilder gesammelt, auf denen man Sportler im Moment einer Niederlage sieht. Wenn Gesichter Bände sprechen… dann ist man hier genau an der richtigen Adresse.

– Schamlose Eigenwerbung Anfang –

Auf Tumblr findet man aber auch den von mindestens drei der zig 5 Freunde im Abseits als „bester Blog der Welt“ gepriesene Blog „Immanenz“. Betrieben wird das gute Stück von 5 Freunde-Exil-Teufel Schneider3 und sei allen denkenden Menschen wärmstens ans Herz gelegt, die über Videos wie dieses hier lachen können:

– Schamlose Eigenwerbung Ende –

Und jetzt weitermachen, die Banner fürs Wochenende müssen auch mal langsam vorbereitet werden. salsiccia arrosto con noi!

(Weiter Tipps für Fußball auf Tumblr können gerne in den Kommentaren hinterlassen werden, ich bin dankbar!)

 

 

 

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Thomas Tuchel – Triumph der Willensziele

Thomas Tuchel, in Klammern 39, ungekrönter Weltmeister des Bullshit-Bingo. Kein Tag vergeht, an dem der Manager im Trainingsanzug nicht einen neuen Begriff präsentieren würde, der den Fußball endlich aus der Schmuddelecke des „Du läufst jetzt dahin, wenn er den Ball dorthin spielt“ holt. Willkommen in der Welt der „Willensziele“, der „Projekte“ und „Aufgaben“, der Familie als „Mittel“! Willkommen in der Welt des Thomas Tuchel, Sympath und Sportsmann mit Ambitionen den Fähigkeiten, auch große Wirtschaftskonzerne dauerhaft in der – metaphorisch – oberen Tabellenhälfte zu halten.

Thomas Tuchel, das ist einer der sich „in der Hierarchie ganz unten auf(schreibt)“, der sich „in der Rolle des Dienstleisters“ seiner Spieler sieht. Er gibt ihnen „die Hilfsmittel für bessere Leistungen“, „macht ihnen den Werkzeugkasten voll“ und hofft, „dass sie sich bedienen“. Ebenfalls ganz wichtig: „Nicht die Fehlerkultur hoch hängen!“ Nur so, according to the Business-Fibel des Thomas Tuchel, „kann man ewig weiter machen!“.

Eine Fußballmannschaft sein ein „Boot“, so der Chefstratege, der weitsichtige Lenker mit Ewigkeitsambitionen, der nur dann einen Anteil am Erfolg hätte, wenn „ich das Boot gut tune“. Dabei darf man sich zu keiner Zeit „Wunschzielen“ hingeben, denn „Wunschziele sind nichts wert! Die Willensziele sind wichtig!“ Wir wünschen Thomas Tuchel weiter viel Erfolg dabei, seine Willensziele zu verfolgen! Möge er am Ende triumphieren, ewig, allein der „kreativen Unruhe“ wegen…

Alle Zitate aus bild.de

Foto: Gerry Dincher/flickr.com

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