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Der endlose Xavi

Nein, heute gibt es keine Beschwerden. Weder über pinke Blazer, noch „Pike“ sagende Kommentatoren. Wir nehmen uns ein Beispiel am geschätzten Trainer Baade, und feiern einfach die Schönheit des Spiels, auch wenn die gestrige Partie zwischen Dänemark und Deutschland bisweilen etwas zäh war. Und wir schauen erst recht nicht, welche Redaktion heute den Job übernimmt, Mario Gomez Leistung in Frage zu stellen, wie es vor dem gestrigen Spiel mal wieder der Fall war.

136 mal Xavi

Stattdessen widmen wir uns einem Rekord. Keiner für die „Ewigkeit“ (kicker), eher einer, der unter Umständen nur bis zum nächsten Spiel Spaniens hält, genauer: heute abend. Xavi spielte im Spiel gegen Irland sage und schreibe 136 Pässe. 127 dieser Pässe fanden ihr anvisiertes Ziel, das entspricht einer Quote von 93,4 Prozent. Xavi tilgt damit einen Rekord aus dem Jahre 1992, den ein gewisser Ronald Koeman hielt. Wie schön, dass mit Xavi jetzt ein etwas angenehmerer Zeitgenosse in den Geschichtsbüchern steht. Film ab:

Liverpool away

FC Liverpool, Drittes Trikot 2012/2013Kleiner Nachtrag zum Trikot-Check. Löblicherweise verzichten Nationalmannschaften bisher auf so etwas Unnötiges wie ein zweites Ausweichtrikot. Im Vereinsfußball hören solche Dinger auf Namen wie „Ultrabeauty“ und versuchen Fans, denen selbst die Farben „ihres“ Vereins völlig egal sind, weiteres Geld aus der Tasche zu ziehen. Vielleicht sind aber auch nur den Trikot-Designern die Farben des Vereins, für den sie entwerfen, völlig egal. Dieses Trikot des FC Liverpool ist in jedem Fall das grässlichste, was mein Auge seit langem erblickt hat und sollte den sofortigen Ausschluss des Teams aus allen Wettbewerben nach sich ziehen. Der einzige Spieler, der in diesem Leibchen eine gute Figur machen könnte, ist natürlich Tim Wiese. Aber der kann ja eh alles tragen. (via whoateallthepies)

20:45 Uhr – Entscheidung in Gruppe C

Kroatien – Spanien und Italien -Irland heißen die Partien des heutigen Spieltags. Damit greift auch Rekordhalter Xavi wieder ins Geschehen ein. Am „Ende des Abends“ könnten in dieser Gruppe drei Teams punktgleich sein. Eine richtige Herausforderung bezüglich der Klärung der Frage „Wer darf ins Viertelfinale einziehen?“ wäre es, wenn sich Spanien und Kroatien 1:1 trennen. Im direkten Vergleich hätten sich dann alle drei Teams 1:1 unentschieden getrennt, und die gute alte Tordifferenz käme doch noch zu ihrem Recht. Ein bisschen Nachhilfe in Sachen Turniermodus gibt es bei Spiegel Online. Im Zeitalter der „Blitztabelle“ (B. Rethy) ist es ja keine Selbstverständlichkeit mehr, dass man alle Regeln parat hat. Vielleicht könnte die UEFA über die Wiedereinführung des Golden Goal nachdenken, das war so herrlich unkompliziert…

Foto: Alfonso Jimenez/flickr.com

Über den Autor: esleben

Verrät als Freiburg-Fan Heimat wie auch Elternhaus und trinkt ansonsten ausschließlich Veuve Clicquot. Wer wohnt schon in Düsseldorf? Mehr über Esleben auf Google+

19 comments

  1. Goldschuhe aus

    Was hast Du denn gegen dieses Liverpool-Trikot? Schöne Farbgebung. 1A….
    Xavi ist übrigens Gott und ich hoffe, dass sich Spanien und Kroatien heute auf ein schönes 2-2 einigen.

  2. Don

    Also ein Spiel, wo Torres gegen Schildkrötenfeld spielt, geht nie und nimmer 1:1 oder 2:2 aus.

    Ein locker-flockiges 4:0 wird das heute, mindestens. Ganz ohne Orakelei, denn das wird Fakt.

  3. Esleben

    Na ja, wenn der Rakitic nicht so ein Kopfballungeheuer wäre, hätten die Spanier noch 100 Jahre weiterspielen können. Mal abgesehen davon, dass das Spiel bewiesen hat, dass kein Mensch Torrichter braucht, wenn sie selbst Sachen, die einen Meter vor ihnen passieren, nicht sehen, und Ramos wohl eine Kuh im Strafraum schlachten muss, bis mal gepfiffen wird.

  4. Guru von der Kreuzeiche

    Horst Heldt hatte schon ganz recht. Das sind einfach Pappnasen. Kein Mensch weiß, wofür die gut sind. Wobei man den Elfmeter halt auch ohne Torrichter sehen muss. Ganz schwach. Das war wohl der Weltmeisterbonus.

  5. Goldschuhe aus

    Naja, aus der Perspektive von Stark denke ich nicht, dass man den ersten nicht gegebenen Elfer sehen muss. Den muss der Assi aber aus einem Meter Entfernung in der Tat anzeigen. Den nicht gegebenen Elfer für die Spanier muss allerdings auch der Stark selber sehen.

    Anonsten: Schade, ich war für Kroatien als Europameister. Die zünden wenigstens Pyros.

  6. Max

    Aber aber, Torrichter Meyer hatte doch eine extrem ungünstige Position frontal von vorne. Da fehlt ihm einfach die seitliche Perspektive, das kann er nicht sehen. Laut Urs Meier…
    Fazit: Wir brauchen zusätzliche Torrichter, die sich weiter seitlich postieren.

    Für mich immer noch unverständlich, dass die Kroaten nicht früher auf ein Tor gedrängt haben. Sie wären ja mit 1:0 und 1:1 weitergekommen. Nur ein Tor mussten sie unbedingt erzielen, ob sie hinten eines reinbekommen, war (bei dem italienischen Ergebnis) egal.

    Und Bela Rethy hat mal wieder seine Wurstigkeit unter Beweis gestellt, indem er in den Schlussminuten steif und fest behauptet hat, dass auch ein 1:1 den Kroaten nicht reichen würde. Klar, der Torwart läuft die 100 Meter aus seinem Tor für ein Ehrentor. Das hatte ja sogar WoDi Poschmann verstanden. Merkste selber…

  7. Goldschuhe aus

    Das ist doch aber in der Szene schlichtweg nicht der Fall! Er haut nicht den Mann um. Er trifft entweder den Fuß oder den Ball. Weiterspielen oder Elfer und mindestens Gelb. Ein kurzer Moment des Entscheidens. Ich finde e sokay, dass Stark es nicht sieht. Aber der andere Suppenkasper, der muss es halt sein. Ob seitliche Perspektive oder nicht.

  8. Esleben

    Ja, Urs Meyer ist einfach der denkbar ungünstigste Experte, wenn es um Schiedsrichter geht. Wobei er sich für seine Verhältnisse ja extrem weit aus dem Fenster gelehnt hat und tatsächlich Elfer bei der Aktion von Ramos gefordert hat.

  9. Don

    V.a. war das halt einfach mal kein klarer Elfmeter. Eine der Kameraperspektiven zeigt klar, dass Ramos zunächst den Ball spielt und es sogar zu einem Pressschlag kommt. Er geht klar zum Ball, nicht auf den Gegner und bringt ihn eben nicht durch Foul um eine Torchance, sondern indem er den Fuss dazwischenhält.

    Natürlich ein hartes Einsteigen und natürlich wäre ein Elferpfiff auch nicht falsch gewesen, aber der Bohei, der da gerade (von den Kroaten) gemacht wird, ist doch völlig überzogen. Ich bin mir sehr sicher, dass der Assistent 3 Meter weiter es genau gesehen hat und IMHO auch genau richtig entschieden hat.

  10. Don

    @Guru: Nix da. Gegenüber der Gattin war das natürlich ein glasklarer Elfer und die Kroaten wurden beschissen, ist doch klar!

    Zu gestern: Der Torrichter war ähnlich blind wie der Linienrichter, denn vorher war es ganz klar Abseits. Im Endeffekt also das richtige Ergebnis, beide Fehlentscheidungen haben sich aufgehoben.Die Ukrainer plärren also ähnlich sinnlos rum wie die Kroaten.