Zwei, drei Dinge, die ich nicht mehr sehen möchte

Komm, geh weg!Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, ergo: Nach der Saison ist vor der Saison. Beste Gelegenheit jetzt schon einmal aufzuschreiben, was man nächste Saison garantiert nicht wieder sehen möchte. Außer einem erneuten Verpassen der Meisterschaft für Bayern München und dem Klassenerhalt für Freiburg und Bochum, natürlich…

Letzter Spieltag, auf einigen Plätze ist noch so etwas wie Spannung geboten, doch das Auf-und-Ab zwischen Abstieg und Klassenverbleib, zwischen Meisterschaft und Cup der Verlierer, zwischen Held und Depp findet nicht auf den Anzeigentafeln statt. Wie oft, und in diesem Zusammenhang heißt das “zu oft”, musste man am letzten Spieltag den Satz vernehmen: “Die Zwischenergebnisse von den anderen Plätzen werden nicht auf der Anzeigentafel eingeblendet, um die Mannschaft nicht zu verunsichern.” Die natürlich, so die irgendwie aus der Psychologie stammende Vermutung der Trainer, auch nichts vom Geraune und Geseufze auf den Tribünen mitbekommen. Wir leben schließlich nicht nur in einem Zeitalter, in dem es Mobiltelefone gibt, mit denen man Zack-Zack ins Internet oder etwas altmodischer Radio empfangen kann. Nein, es soll sogar tragbare Radioempfänger geben, die mit Batterie betrieben werden und teilweise auch auf Trainerbänken zum Einsatz kommen, die vor Anpfiff dem Mann am Würfel verboten haben Zwischenstände einzublenden.  Mein Appell: Ergebnisse auf die Tafel und die Psychologie bitte Fachmännern überlassen. Zur Not eben denen im eigenen Trainerstab, da soll es bei dem “einen oder anderen ” Club welche geben.

Die Relegation, oder im Klartext: Verbannung, braucht kein Mensch. Nur gut, dass sich in beiden Fällen die unterklassige Mannschaft durchgesetzt hat. Denn: Relegation, dass ist wie Wachkoma, wie Magensonde für die höherklassige Mannschaft. Außerdem wird sie in keiner Weise der Leistung der unterklassigen Mannschaften gerecht. Wer es schafft in seiner Liga Dritter zu werden, leistet übers Jahr gesehen genug, um sich damit sportlich für eine höhere Liga zu qualifizieren. So scheiße zu spielen, dass es am Ende zum drittletzten Platz reicht, sollte da nicht auch noch mit zwei weiteren Chancen schlecht zu spielen belohnt werden.

Bisher habe ich Bielefeld für eine Illusion gehalten, dabei hat das dortige “Präsidium” alles getan, um die ostwestfälische “Metropole” in die Schlgazeilen zu bringen. Frontzeck, der Fach Bielefelds ist wahrlich kein Sympath, ihn aber ein Spiel vor Schluß zu entlassen und durch Jörg “Feuerwehrmann” Berger zu ersetzen, ist schlicht unwürdig, kurzsichtig und bei allem Aktionismus ja auch vollkommen in die Hose gegangen. Recht so. Und Bielefeld endlich da wo, es hingehört.

Jörg Berger, Jupp Heynckes, Hans Meyer, die Ü60-Trainer der Bundesliga sind jetzt hoffentlich endlich in Rente. Meyer war derart davon überzeugt witzig zu sein, dass er permanent versuchte, neue und besonders süffisante Sätze zu drechseln. Und dabei im wahrsten Sinne des Wortes übers Ziel hinausschoß. Bitte Rosenzüchten! Jetzt und für immer! Vielleicht geht ihm Jupp “Ich bin der drögste Mensch der Welt” Heynckes zur Hand. Sympath, der er ist, hat er fast der Versuchung widerstanden, Jürgen Klinsmanns Arbeit schlecht zu machen. Wäre Heynckes mit München Meister geworden, wäre ich in den Untergrund gegangen… Und Jörg Berger war so kurz da, dass man sich zu Beginn der nächsten Saison schon nicht mehr an seinen Einsatz wird erinnern können. Zu Recht!