Hoffenheim: Auf dem Weg zur Normalität

Ein halbes Jahr haben wir geschafft. Die TSG Hoffenheim 1372 hat sich auch ganz gut mit dem Oberhaus des deutschen Fußballs arrangiert. Doch auch eine Herbstmeisterschaft kann nicht über die Defizite des Vereins hinwegtäuschen. Die haben die dortigen Fans nun ausgemacht und setzen den Hebel an einigen Stellen an, damit Hoffenheim demnächst ein ganz normaler Fußballverein ist: Hools und Ultras müssen her.

Das war schon ein starkes Stück, als sich nach dem 2:1-Sieg der Münchener Bayern über Hoffenheim amtlich vermummte Hools den Münchener Fans in den Weg stellten. MIt der Absicht den Anhängern der Siegermannschaft ordentlich einen vors Fressbrett zu geben. Die Bayern-Anhänger waren so verdutzt, dass auch der ansonsten so klinisch reine Hopp-Club schon Hooligans rekrutiert hat, dass sie gar nicht wussten, was nun los war. Die Polizei verhinderte Schlimmeres. Und wie es sich für echte Hools gehört, widersetzten sich die Hoffe-Hools den Männern in grün (oder blau, keine Ahnung, was die in München anhaben). Da muss wohl der Mäzen eine Image-Kampagne starten und sein Vorhaben eine “reinen Fanszene” direkt vor der eigenen Haustür beginnen. 

Ok, also Hools haben sie schon. Nun fehlt noch eine ordentliche Ultra-Szene. Und auch die scheint sich in Hoffenheim schon zu entwickeln, wie folgendes Pamphlet beweist, dass ein umsichtiger Auswärtsfan unmittelbar vor dem Mannheimer Stadion fand und sicherstellte, um es direkt in die 5-Freunde-im-Abseits-Zentrale zu schicken.