Der alljährliche Sommerschlusshamsterkauf

Jedes Jahr im Sommer dasselbe Spiel in der letzten Augustwoche. Vereine kaufen zu meist überhöhten Preisen hektisch in Torschlusspanik noch den einen oder anderen Spieler, der gerade noch so auf dem Markt zu haben ist, um sich – so die übereinstimmende Meinung – adäquat zu “verstärken” oder “perfekt zu ergänzen”. Der am häufigsten ausgesprochene Satz lautet hier: “Er kann uns weiterhelfen.”

Und irgendwie stellt sich in 9 von 10 Fällen heraus, dass bei diesen Hektikkäufen der Schuss nach hinten losgeht. Meistens werden die Spieler denn in der Winterpause oder spätestens die darauffolgende Saison für wenig Geld verscherbelt unter den Worten als “Missverständnis” oder “hat nie an seine Leistungen anknüpfen können”.

Für mich ist schleierhaft, dass es in letzter Zeit immer mehr zunimmt, dass Vereine erst kurz vor knapp Spieler kaufen, so dass diese die komplette Vorbereitung verpassen und damit meistens die ersten 10 Spieltage mit den Sätzen “Die Laufwege stimmen noch nicht” oder “Muss sich erst noch eingewöhnen” oder “Talent hat der Junge, aber er braucht noch ein wenig Zeit” in Schutz genommen werden. Für mich ergeben diese Transfers keinen Sinn.

Häufig ist das Problem (wie aktuell bei van der Vaart), dass es einen monatelangen Poker um den Spieler gibt. Denn erst nach dem Verkauf dieser Spieler ist Geld da für neue Transfers. Aber die guten Schnäppchen werden hier nie gemacht, sondern zumeist ausgemusterte Spieler für viel Geld an den Mann gebracht.