Rosa ist keine Vereinsfarbe

Sorry Andi, das geht gar nicht!Mit einer absolut unterstützenswerten Aktion rufen die Fans von Eintracht Frankfurt zum Kampf gegen die Unsitte, Fanutensilien in der Farbe rosa zu verhökern. Weibliche Fans sollen damit angelockt werden. Wer im Stadion aber einen rosa Schal tragen möchte, der sollte doch überlegen, ob er nicht besser beim Ballett aufgehoben ist. Deswegen: Wehret den Anfängen. Unterstützt www.stoppt-rosa.de !

Drohender Verfall der guten Sitte, Verkauf von Tradition – harte Worte, die die Betreiber der Internetseite da wählen. Manch einer mag jetzt sagen: Mein Gott, es geht doch nur um ein paar rosa Fanschals. Geht es eben nicht. Es geht um die schleichende Unterwanderung all dessen, was ein wahrer Fan an seinem Verein liebt. Es geht um Verwässerung der Vereinsfarben, die vielleicht stärkste Identifikationsmöglichkeit. Marketingtricks haben im Fanblock nichts zu suchen.

Gold und Silber lassen die Eintrachtfans zu, als Zierfarbe ihres Adlers. Sie fragen zurecht: Würde irgendjemand auf die Idee kommen, einen blauen oder grünen Eintrachtschal zu tragen? Nein, natürlich nicht. Und deswegen auch bitte keine rosa Schals. Das gilt übrigens für alle anderen Vereine ebenso. Außer vielleicht TSG Hoffenheim. Denen kann man eventuell noch einen Girlie-Schal als Utensil unterjubeln.

In Zeiten von Tribünen, die Sponsorennamen tragen, Arenen, die sich nach Unternehmen benennen und Bandenwerbung, die blinkend und bald bestimmt auch elektronisch daherkommt, rufen die Eintrachtfans dazu auf, die fortschreitenden Auswüchse der Kommerzialisierung zu stoppen.

Und außerdem: Fußball ist eine Männerdomäne, die wir uns eigentlich nur ungern nehmen lassen, wie hier schon beschrieben. Wenn Frauen aber beim Fußball ernst genommen werden möchten, wenn sie sich auch nur einen Hauch von Credibility aneignen wollen, dann sollten sie die rosa Klamotten weglassen. Girlies braucht nun wirklich niemand im Stadion.