Zitat des Tages (III)

Maik Franz war in meinen Augen noch nie ein besonders sympathischer Spieler. Besonders bei den Bewohnern der besseren Hälfte Baden-Württembergs fiel er spätestens mit der Anstimmung des Sprechchors “Stuttgarter Arschlöcher” auf der Zweitliga-Meisterschaftsfeier des Karlsruher SC völlig durch. Nach dem Derby, das dieses Mal – dem lieben Gott, Gomez, Hilbert und Cacao sei`s gedankt – der VfB für sich entscheiden konnte, äußerte sich Mario Gomez zu besagtem Maik Franz.

„Normalerweise respektiere ich im Fußball jeden Gegenspieler. Aber dieses Arschloch… Er ist einfach ein unfairer Sportsmann. Er spielt unfair, das ist ligaweit bekannt, und er wird auch noch von den Schiedsrichtern geschützt. Das verstehe ich nicht.”

Es bleibt zu hoffen, dass nach dieser Äußerung nicht wieder die unselige, heuchlerische Diskussion um Vorbildfunktionen von Fußball- und insbesondere von Nationalspielern aufkommt. Denn es sollte endlich akzeptiert werden, dass Fußballler nach dem Spiel mit Adrenalin vollgepumpt vom Platz stiefeln und sich darum im Normalfall gar nicht wohlüberlegt und geschliffen äußern können. Viel schlimmer wäre, wenn sich alle Fußballer an der gähnenden Langeweile der Michael-Ballack-Äußerungen orientieren würden. Und übrigens: Der schwäbische Dialekt kennt viel schlimmere Beschimpfungen als das profane “Arschoch”. Maik Franz kann also froh sein. Er ist glimpflich davon gekommen.