Zwei Slayer und ein Manowar

AllgäupowerDie Idee ist geradezu brilliant und ich frage mich, wieso es eine Band wie Allgäupower braucht, um sie Wirklichkeit werden zu lassen. Jedenfalls konnte ich in den letzten Tagen Allgäupower gebrandetes (Vorsicht, Werberdeutsch!) Hefeweizen trinken und mir die Frage stellen: wieso gibt es so etwas nicht schon längst flächendeckend? Da draußen wartet eine willige Klientel auch diesen Schritt in der Vermarktung ihrer Bands oder Lieblingsvereine mit zumachen.

Mal stelle sich nur folgendes Szenario vor: ein knallharter Typ mit meterlangen Haaren schleppt sich sichtlich angeschlagen zum Tresen einer Bierschwemme: “Drei Slayer und zwei Manowar!” Man wüßte sofort, der Mann liebt Starkbier, während eine Kneipe, die nur Def Leppard im Angebot hätte, todsicher für Kopfschmerzen sorgen würde. Pur klingt im Zusammenhang mit Bier zunächst vorbildlich, entpuppte sich aber im Sortiment als wässriges Schlabberwasser, das im wahren Leben Gold heißt. Welches Bier könnte Grave Digger repräsentieren, lässt sich Bier aus Kürbis herstellen, um auch den letzten Helloween-Fan glücklich zu machen?

Selbst Fußballvereine, sonst schnell bei der Hand, wenn es darum geht absurde Dinge an den Mann respektive die Frau zu bringen, sind bisher noch mehr als zögerlich auf diesem Sektor. Dabei ist die Verbindung zur Biermafia doch traditionell eng und Veltins aus blau-weißen Flaschen der Traum jedes echten Vorort-Gelsenkircheners. Wieso werden Biergläser und Bierdeckel verkauft, aber kein Knappen-Pils? Unverständlich! Dann trinke ich eben weiter Allgäupower-Weizen und warte …