Die Idee ist geradezu brilliant und ich frage mich, wieso es eine Band wie Allgäupower braucht, um sie Wirklichkeit werden zu lassen. Jedenfalls konnte ich in den letzten Tagen Allgäupower gebrandetes (Vorsicht, Werberdeutsch!) Hefeweizen trinken und mir die Frage stellen: wieso gibt es so etwas nicht schon längst flächendeckend? Da draußen wartet eine willige Klientel auch diesen Schritt in der Vermarktung ihrer Bands oder Lieblingsvereine mit zumachen.
Mal stelle sich nur folgendes Szenario vor: ein knallharter Typ mit meterlangen Haaren schleppt sich sichtlich angeschlagen zum Tresen einer Bierschwemme: „Drei Slayer und zwei Manowar!“ Man wüßte sofort, der Mann liebt Starkbier, während eine Kneipe, die nur Def Leppard im Angebot hätte, todsicher für Kopfschmerzen sorgen würde. Pur klingt im Zusammenhang mit Bier zunächst vorbildlich, entpuppte sich aber im Sortiment als wässriges Schlabberwasser, das im wahren Leben Gold heißt. Welches Bier könnte Grave Digger repräsentieren, lässt sich Bier aus Kürbis herstellen, um auch den letzten Helloween-Fan glücklich zu machen?
Selbst Fußballvereine, sonst schnell bei der Hand, wenn es darum geht absurde Dinge an den Mann respektive die Frau zu bringen, sind bisher noch mehr als zögerlich auf diesem Sektor. Dabei ist die Verbindung zur Biermafia doch traditionell eng und Veltins aus blau-weißen Flaschen der Traum jedes echten Vorort-Gelsenkircheners. Wieso werden Biergläser und Bierdeckel verkauft, aber kein Knappen-Pils? Unverständlich! Dann trinke ich eben weiter Allgäupower-Weizen und warte …
Ja in Finnland und zu Promozwecken. Aber so richtig offiziell? Das ist doch ein gigantischer Markt …
In Finnland gibts bereits seit etwa 2 Jahren offizielles Nightwish-Bier zu saufen und Nuclear Blast nutzt zu Promo-Zwecken auch gerne Mal Obergäriges für größere Bands wie In Flames, Dimmu Borgir und Co.
Bands sind halt nur ne Nische. Ein Schalke-Bier könnte ich mir hingegen sehr gut vorstellen, ebenso für die Bayern ein Hefeweizen oder ein BVB-Pils.
Für alle anderen Vereine dürfte auch hier der MArkt zu klein sein, weil viele das Biere aus dem Grund des Brandings gerade eben nicht kaufen werden.
@3: Naja, ich hatte bis vor drei Tagen noch nie etwas von Allgäupower gehört und ich glaube kaum, dass die mehr Platten als eine der genannten Bands verkaufen, geschweige denn soviele Fans wie Schalke et al. haben. Das Argument lasse ich nicht gelten.
Naja, aber der Eintracht-Äbbelwoi? Wieso denn nicht? Die Bembel gibt‘ s doch schon. Da macht man halt ne Koopetation mit der Kelterei und bringt die Sonderedition raus. Ich denke schon, dass das laufen würde. Bei Bands ist das wahrscheinlich wirklich schwieriger, wenns nicht gerade die Stones sind.
Btw: Wenns von Rothaus die SC-Bieredition geben würde, würde ich die natürlich kaufen. Jeder Club hat doch eh seinen Biersponsor, das sollte doch kein Problem sein, mit denen so ein Bier auf den Markt zu bringen. Die Kosten für die Gestaltung eines Etiketts sind jedenfalls läppisch, Werbung kannst du Zielgruppe genau im Stadion machen.
@5: Stimmt schon, als Gag funktioniert es da sicher auch. Aber wenn man damit wirklich Geld verdienen will – und das wollen die Merchandising-Leute halt normalerweise – brauchts schon größere Stückzahlen. Aber eine schöne Idee ist es dennoch.
@6: Absolut. Ich kann mir auch nur vorstellen, dass die Brauereien das nicht wollen, zumindest, wenn sie überregional verkaufen. Einen anderen Grund dafüpr, dass es das nicht gibt, sehe ich nicht.
Wieso eigentlich nicht das „5FiA-Premium-Pils“ ?
Gerade bei Fiege, die eh nur sehr regional laufen, hab ich mich das schon immer gefragt…
Das stimmt. Fiege wäre der optimale Kandidat dafür. Das blau-weiße Vfl-Fiege-Partyfass für die Party zuhause? Klingt für mich wie ein Verkauffsschlager!
Bei Fiege würde es funktionieren. Aber am besten fände ich wirklich den Eintracht-Äbbelwoi.
@11: Zumal es bereits das und das gibt.
Ja gut, aber solches Bier wäre dann im Endeffekt nur ein weiteres Merchandise-Produkt.
Und Fiege macht das übrigens deswegen nicht, um sich keine Kunden zu vergraulen. Sie unterstützen den VFL ja, werden auch als Bochumer Unternehmen wahrgenommen, aber wenn sie jetzt ne VFL-Plörre auf den Markt bringen, würde das wohl viele S04/BVB-Fans eher abschrecken als neue Kunden hinzuzugewinnen wären.
Wäre mir als Unternehmer auf alle Fälle zu riskant!
@13: Ja, das ist auch einleuchtend.
@13: Ich würde einfach mal zocken. Wahrscheinlich bringt man mehr Leute dazu, auf Grund des Brandings Dein Bier zu kaufen, als es „Stammtrinker“ vergraulen würde.
@15: Nur sind Unternehmer keine Zocker. Die findest Du an der Börse und nicht bei Fiege.