Kein Platz für Rassismus

Kein Platz für RassismusIch möchte ein Geständnis machen. Hier und jetzt. Auch ich bin manchmal politisch korrekt. Zum Beispiel, wenn es um das Thema Rassismus (gerade auch in Fußballstadien) geht.
Daher möchte ich heute einmal eine Aktion würdigen, die ich ganz wunderbar finde.

Es handelt sich dabei um die Aktion „Kein Platz für Rassismus„, initiiert vom Frankfurter Fußball-Magazin „Zico“, der Frankfurter Rundschau und der Frankfurter Sparkasse.

Diese finanzieren jedem interessierten Verein aus der Frankfurter Umgebung ein Schild mit dem Aufdruck „Kein Platz für Rassismus“, das am eigenen Sportplatz angebracht werden kann.
Dazu kann man virtuell auf der Homepage „Farbe bekennen„.

Eine schöne, kleine, wortwitzige Kampagne, wie ich finde, die zwar bisher nur regionalen Charakter hat, durchaus aber das Zeug zu mehr hätte. Denn wenn man das Problem Rassismus im Fußball angehen will, dann bringt es halt nicht viel, wenn Dr. Zwanziger sich mit seinen visionslosen Schergen zusammentut. Viel wichtiger ist, dass sich gerade die kleinen Vereine engagieren, denn schließlich sozialisieren sie einen Großteil der späteren Stadienbesucher.

Positiv finde ich auch, dass sich jede Menge Fußballer an der Aktion beteiligen, obwohl sie eine begrenzte Reichweite hat und es daher wohl weniger um Marktwertsteigerung durch Sympathiewertsteigerung geht, sondern wohl eher um echtes Engagement. Beispielsweise sind das Michael Thurk, Otto Addo und Frisuren-Benni Köhler.

Ich kann mir nicht helfen: Mehrere solcher Kampagnen würden sicher mehr bewirken als die endlosen Krisengipfel des DFB.

Man würde sich eine ähnliche Initiative mal in der Ost-Oberliga wünschen, aber dort scheint Hopfen und Malz ja sowieso erstmal verloren zu sein.

Über den Autor: Goldschuhe aus

Agent provocateur erster Güte. Ansonsten Misanthrop und Eintracht Frankfurt-Fan. Frisur: vorhanden.

17 comments

  1. Papa la Papp

    Und ich wusste es doch: insgeheim lest ihr doch alle Schandmännchen :)