Ach, Uli Hoeneß … Ein Lamento

Hoeneß im feinen ZwirnAch, Uli Hoeneß, wie oft habe ich versucht, meinen Frieden mit Dir zu machen. Schließlich sind wir doch Landsmänner, auch wenn du in der unaussprechlichen Stadt geboren wurdest.

Ach, Uli Hoeneß, fast, ja fast hätte ich meinen Frieden mit Dir gemacht. Die Würstchen und die schon sprichwörtliche Wohltätigkeit ließen mich beinahe annehmen, du wärst ein netter Kerl.

Ach, Uli Hoeneß, vor einigen Wochen ging es wieder los mit diesem unwürdigen Scharmützel mit der fleischgewordenen Shampoowerbung. Auf Kritik reagierst du dünnhäutig, wie ein getriebenes, ja waidwundes Tier.

Ach, Uli Hoeneß, deshalb musstest du vor deinem wahrscheinlich verdienten Urlaub nachtreten. Von Demütigungen sprichst du, von Angriffen unter der Gürtellinie, nur weil es einige gewagt hatten, Kritik an deiner konservativen Einkaufspolitik zu äußern.

Ach, Uli Hoeneß, wieso willst du die Konkurrenten in der Bundesliga demütigen, wenn es doch die Presse ist, die dir ans Flickzeug will?

Ach, Uli Hoeneß, wieso gestehst Du Dir nicht ein, dass die Kritik berechtigt ist und, was die meisten noch nicht wagen auszusprechen, das größte Problem des FC Bayern auf der Bank sitzt? Und zwar neben Dir!

Ach, Uli Hoeneß, wieso will es Dir nicht in den Kopf, dass ein Trainer, der schon zweimal die Champions League gewann, der sich schon mit Burnout Richtung Rente verabschiedet hatte, dessen Co-Trainer auf ganzer Linie scheiterte, dass solch ein Trainer keine Ziele, geschweige denn Visionen haben kann?

Ach, Uli, da helfen auch keine Tonis und Riberys, schönen Fußball gibts mit Ottmar Hitzfeld doch nie.

Ach, Uli Hoeneß, wieso schießt du immer übers Ziel hinaus?

Ach, Uli, ach Uli, ach Uli …